Jüngerschaft

Anbetung 2.0

Es hat sich etwas grundsätzlich verändert in den letzten Jahrzehnten: Die Anbetung Gottes hat den „Markt“ erreicht. Möglich wurde dies durch gewaltige Veränderungen im Bereich der Technik. Das Internet mit seinen unendlichen Vernetzungsmöglichkeiten hat hier gewaltige globale Marktplätze geschaffen. Gemeindebewegungen, die vorher eine recht eigenständige Liedgutkultur hatten, sind heute mit dem globalen Angebot des gesamten "Worship-Angebots" konfrontiert. Deshalb ist es gut, neu zu fragen, was Anbetung eigentlich ist...

Die Emmaus-Werkzeugkiste

Emmaus Bibelkurse sind ein bewährtes und immer noch hilfreiches Werkzeug die Bibel (besser) kennenzulernen - alleine oder gemeinsam mit anderen. Ein Beispiel ist der Teenkreis, der sich jeden Mittwochabend trifft, um sich mit Hilfe der Emmaus Bibelkurse mit Gottes Wort zu beschäftigen. „Das Programm ist so gut aufgebaut ist, dass sich die Teenies die Einführung zu Hause durchlesen und wir dann zusammenkommen und wichtige Punkte nochmals durchsprechen können“, erklärt Thomas, der Leiter. Fabian gefallen die Multiple-Choice Fragen, während die ältere Eileen die offenen Fragen gut findet. Es gibt noch viele weitere Einsatzmöglichkeiten...

Staffelübernahme – ein schönes Werk

Umschauen - loslaufen - übernehmen: mit prägnanten, praktischen Gedanken inspiriert Andreas Kreuter Männer und Frauen, die bereit sind, Verantwortung von älteren Geschwistern zu übernehmen. Abschließend fragt er, worin die "Schönheit" von Leitungsarbeit im Reich Gottes liegt, wenn man an all die Herausforderungen denkt, die sich einem dort stellen. Die Antwort ist nachhaltig ... 

Staffellauf – Das Prinzip verinnerlichen

Uwe Brinkmann redet bei den Reher Tagen 2019 sehr persönlich und leidenschaftlich: von den Männern, die ihn geprägt haben, von den Nachfolgern, die wir sein sollten, vom Jünger machen, von Echtheit, von Nachwuchs-Schulungen … – eben den Aufgaben, die das Neue Testament uns sehr klar aufträgt. Er hinterfragt deutlich unseren Status quo, fordert heraus und gibt praktische Beispiele. Gelegentlich mit einem ordentlichen Schuss Humor und (Selbst-)Ironie, und immer mit dem Weitblick eines Mannes, der seine Bibel kennt und im Münchener Raum seit über dreißig Jahren an Gemeinden mitbaut und -leitet.

Mauern und Grenzen in unseren Köpfen

"Wie irritiert war ich, als ich ein Jahr nach meiner Bekehrung Christen kennenlernte, die besonderen Wert auf bestimmte Details im Gemeindeleben legten. Da gab es Brüder, die vom Stückwerk ihrer Erkenntnis so überzeugt waren, dass ihre Liebe zu anderen auf der Strecke blieb. Das ging bis zur Spaltung von Gemeinden wegen zweitrangiger Fragen wie Liedgut, Kleidung, Sitzordnung etc. Woher kommen diese unseligen Trennungen zwischen Christen?" Markus Hartmann nimmt Gründe unter die Lupe und zeigt, wie Grenzen überwunden und Mauern abgebaut werden können.

Das Wunder der Wende

"In einem ordentlichen Rechteck standen die Schüler um den Fahnenmast: Ansprachen, politische Erklärungen und Grüße. ,Pioniere ... Seid bereit!', rief ein Funktionär, und rings um mich hoben die Schüler ihre Hand und riefen: ,Immer bereit!' Außer einer Handvoll junger Leute, die nicht mit weißer Bluse und blauem Halstuch hier standen. ,Die Mitglieder der Freien deutschen Jugend grüßen mit Freundschaft!' Laut scholl die Antwort über den Schulhof: ,Freundschaft.' Und wieder waren es verschwindend wenige, die stumm blieben. Für uns hatten die Eltern anfangs diese Entscheidung übernommen. Und so blieb ich den Pioniernachmittagen und vielen spannend klingenden Veranstaltungen fern..." - Markus Nicko hat es als Kind und Jugendlicher in der DDR durchbuchstabiert, Nachteile in Kauf zu nehmen um des Glaubens und Gewissens willen. Garnicht so einfach...

Nie wirklich mit der Teilung abgefunden

"Als ein großer Teil meiner Familie 1953 in den Westen nach Recklinghausen zog, blieb ich in der DDR, weil hier Pastoren dringender gebraucht wurden als im Westen. Wir wussten uns hier auf unserem Platz, doch wirklich abgefunden mit der Teilung Deutschlands haben wir uns nie. Und es blieb schwer, denn die DDR isolierte sich immer weiter von der freien Welt. Wir sahen keinen Weg, dass das einmal anders werden könnte. Dann aber kamen die Montagsdemonstrationen, schon jahrelang vorbereitet durch die Friedensgebete in den Kirchen. Sie begannen mit Gebet und hörten auf den Ruf: „Keine Gewalt!“ Die Dinge begannen sich zu ändern..." Uwe Holmer über Mauern und Wunder, Revolutionen und die Auswirkungen, wenn Christen als Nachfolger Jesu leben.

Ein Hirtenherz entwickeln

"Beratung und Problemlösung können geistliche Seelsorge nicht ersetzen, denn wenn der Geist nicht in Christus ruht, wird jede anderen Hilfe höchstens vorübergehend und oberflächlich sein. Seelsorge bedeutet, das geistliche Wohlergehen der anderen im Blick zu haben. Das hat Einfluss auf jeden anderen Lebensbereich. Hirtendienst bedeutet, sich der Lasten der anderen bewusst zu sein. Ich bete, dass der Herr mir ein Hirtenherz schenkt, und dir auch, damit wir als seine Diener anderen helfen können, in ihrer Situation eng mit Jesus zu leben..." - Chuck Gianotti in einer zweiteiligen Serie über Hirtendienst.

Sicherheit in turbulenten Zeiten

Bis zum Januar 2000 führten wir als junges Ehepaar ein unauffälliges Christsein, geprägt durch christliche Abläufe und routinemäßige Handlungen. Die Sicherheiten für unser Leben suchten wir theoretisch im christlichen Glauben, fanden sie aber praktisch in greifbaren Dingen. Dann aber saßen wir im Arztzimmer einer Kinderklinik. Der Professor teilte uns mit, dass ein lebensgefährlicher Hirntumor bei unserem damals einjährigen Sohn entdeckt worden war. Die folgenden Erfahrungen veränderten unsere familiäre Situation grundlegend und prägten unsere Beziehung zum Herrn nachhaltig: Wir erlebten Gott als den Allmächtigen, den Vater, den Hirten, der Geborgenheit schenkt ... ganz persönlich.