Apologetik

Ist die Reformation vorbei?

Am Reformationstag 1999 wurde in Augsburg die "Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre" von Vertretern der katholischen Kirche und des Lutherischen Weltbundes unterzeichnet. "Damit ist die Spaltung der beiden großen Kirchen im Wesentlichen beendet", denken viele. "Ist die Reformation denn heute noch relevant?", fragt auch der italienische Theologe und Dozent Leonardo de Chirico und beantwortet diese Frage mit einem deutlichen: "Ja!". Warum er das denkt, begründete er unter der Überschrift: „Ist die Reformation vorbei?“ in zwei Livestream-Veranstaltungen Ende September in München, die hier wiedergegeben werden.

Online unterwegs – „Mutter – mehr als ein Beruf“

Zum Muttertag hat sich Karl-Ernst Höfflin das Kapitel über die „tüchtige Frau“ (Spr.31) angeschaut – und aus diesen Worten einer alten Königsmutter viel Weises für Frauen (und auch Männer!) heute gezogen. – Mit zwei Impulsen: die neuen Online-Aktivitäten der Barmer Zeltmission und eine Empfehlung eines interessanten, relevanten, respektvoll geschriebenen und sachlich ergiebigen Apologetikbuches.

Zeitgemäß das Evangelium erklären

Dass wir in der Bibel die eine zuverlässige Quelle des Evangeliums haben, ist uns klar. Dass ihre Botschaft jedoch heute oft nicht ohne Schwierigkeiten verstanden wird, zeigen die in den letzten Jahren häufiger werdenden Bibelübersetzungen in zeitgemäßer Sprache. Joachim Pletsch macht sich Gedanken darüber, wo die Schwierigkeiten heutiger Hörer und Leser liegen, und wie wir so reden können, dass unsere Zeitgenossen das Evangelium verstehen.

Die Bedeutung der Apologetik für die Evangelisation

Christliche Apologetik gründet sich auf die Aufforderung aus dem 1. Petrusbrief: „Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung jedem gegenüber, der Rechenschaft von euch über die Hoffnung in euch fordert.“ Apologetik hilft in der Auseinandersetzung mit anderen Weltanschauungen und zeigt, dass der christliche Glaube der Vernunft nicht widerspricht. Sie ist in den letzten Jahren vernachlässigt worden, da im postmodernen Denken Wahrheit an sich in Frage gestellt wurde. Doch die Zeiten ändern sich! - Ralf Kaemper über Missverständnisse, Möglichkeiten und positive Auswirkungen der Apologetik.

Was passiert eigentlich VOR der Evangelisation?

Nach einem Vortrag von Francis Schaeffer in den 1960er-Jahren erhob sich ein Student und sagte: „Dr. Schaeffer, Sie sagen, dass der eigentlichen Evangeliumsverkündigung eine intellektuelle Vorarbeit vorausgehen muss. Wenn das stimmt, dann haben wir hier in Oxford einen großen Fehler gemacht und erreichen viele unserer Mitmenschen nur deshalb nicht, weil wir uns nicht genügend Zeit für diese Vorarbeit  genommen haben.“ Dem konnte Francis Schaeffer nur zustimmen. Was geschehen muss, bevor das Evangelium verstanden und angenommen werden kann, erklärt Carsten Evers in diesem Artikel.

„Wir werden zu einer selbstanbetenden Gesellschaft“

John Lennox ist nicht nur emeritierter Mathematikprofessor in Oxford, sondern auch ein leidenschaftlicher Verteidiger des christlichen Glaubens. pro traf ihn beim 20. Jubiläum des Instituts für Glaube und Wissenschaft in Marburg. Im Interview warnt er vor der schwindenden Prägekraft des Glaubens, spricht über die Frage nach dem Leid und über die Grenzen moderner Lobpreiskultur.

Das Problem mit dem Schubladendenken

„Sind Sie Calvinist?“, fragten mich einige meiner neuen Universitätskollegen, die auch Christen waren, bei einem Willkommensbesuch. „Sie stellen mich vor große Schwierigkeiten“, antwortete ich. - „Warum?“ - „Wenn ich die lange Liste der bedeutenden Menschen begutachte, denen ich mich verpflichtet fühle, und mich nach einem von ihnen benennen müsste, würde ich tatsächlich Paulus oder Petrus wählen. Ich denke nicht, dass Calvin das als eine Beleidigung auffassen würde. Doch mein Problem ist: Ich darf das nicht tun! - Ich bin jedoch gerne bereit zu diskutieren, was die Bibel zu bestimmten Punkten zu sagen hat...“ Aber das taten wir nicht, und das ist vielleicht die traurigste Sache. Gespräche über solche Bezeichnungen und Systeme werden oft geführt, ohne dass die Schrift auch nur erwähnt, geschweige denn diskutiert wird. - John Lennox bringt auf den Punkt, warum Schubladen und Systeme Gottes Wort nicht gerecht werden (können).

Der andere Jesus

Diese Zusammenstellung einiger Lehren über Jesus macht deutlich, wie erschreckend die Verfälschung des biblischen und wahren Jesus Christus mit oft ganz unverfänglichen Worten ist. Daraus erwächst fast zwingend die Einsicht, dass nicht jeder, der den Namen des Herrn in den Mund nimmt, auch zwangsläufig vom echten Jesus redet bzw. von ihm beauftragt ist. Man kann sich vor all dem letztlich nur schützen und bewahren, wenn man den echten Jesus, so wie er uns in der Heiligen Schrift vorgestellt wird, immer besser kennenlernt – und zwar auf die einzige Weise, die legitim ist – durch das von Gott geoffenbarte Wort, die Bibel.

Evangelisation im Dialog – Menschen zu Jesus führen

Wie kann man heute überzeugend von Jesus reden – und dies in einer Zeit, die nicht mehr an die Wahrheit glaubt? Bis es zu einer Entscheidung für Jesus kommt, ist es oft ein langer Weg. Deshalb brauchen wir, so David Geisler, eine Art der „Vor-Evangelisation“, um „den Boden in den Köpfen und Herzen der Menschen zu bearbeiten, sodass sie eher bereit sind, die Wahrheit anzuhören“. Es ist eine Wegbereitung für die eigentliche Evangelisation, so wie Johannes der Täufer den Weg für Jesus bereitet hat. Dazu müssen wir lernen, in längeren Zeiträumen und in kleineren Schritten zu denken.

Debatte ohne Ende? Der gegenwärtige Stand des Konflikts zwischen Schöpfung und Evolution

Streitet heute noch jemand über Schöpfung und Evolution? Keine Frage: In der akademischen Welt, in staatlichen Ausbildungsstätten und in den einflussreichen Medien ist die Evolutionsanschauung unangefochten und alternativlos. Wer sich heute noch für den biblischen Schöpfungsglauben, für die Schöpfung aus dem Nichts durch Gottes Wort oder gar für die textgemäße Sechs-Tage-Schöpfung stark macht, scheint auf verlorenem Posten zu stehen. Jedoch wird überraschenderweise vor einem angeblich wachsenden Einfluss der Kreationisten gewarnt. Die Hüter der evolutionären Wahrheit sind offenbar allein durch die Tatsache alarmiert, dass es eine kleine Minderheit in der Gesellschaft gibt, die Kritik an Evolution öffentlich äußert. Wie kann man diese paradoxe Situation verstehen? Offenbar ist die Evolutionslehre nicht nur ein Bündel naturwissenschaftlicher Theorien, sondern hat auch eine gleichsam religiöse Dimension...

Wie kann man heute am biblischen Zeugnis der Schöpfung festhalten und dabei intellektuell redlich bleiben?

Das biblische Zeugnis der Schöpfung ist facettenreich, durchzieht die gesamte Bibel und bezieht sich explizit auf die materielle Wirklichkeit unseres Universums. Dennoch sind Christen, die den biblischen Text als Autorität ernst nehmen, nicht in allen Punkten einig, wie man dieses Zeugnis im Einzelnen zu verstehen habe. Bibelleser, Theologen und Naturwissenschaftler ringen um ein angemessenes Zusammenbringen biblischer Aussagen und naturwissenschaftlicher Modelle. Jede schnelle, einfache Antwort läuft Gefahr, der Vielfalt der Fakten und Interpretationen nicht gerecht zu werden...

Sind Schöpfung und Evolution vereinbar? (Warum eine Harmonisierung nicht gelingt)

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich weithin die Sichtweise durchgesetzt, dass der Mensch in einem evolutionären Prozess über viele Generationen hinweg während vieler Millionen Jahre in einem „Kampf ums Dasein“ allmählich aus dem Tierreich entstanden sei. Vor diesem Hintergrund versuchen Evolutionsbiologen, den heutigen Menschen mit seinen Fähigkeiten, aber auch mit seinen Fehlleistungen zu verstehen. Der Mensch sei demnach so, wie er ist, weil er dem Tierreich entstamme; auch sein Verhalten einschließlich seiner hässlichen Seiten sei ein evolutionäres Erbe, ebenso die Tatsache, dass jeder Mensch sterben muss. Doch sowohl das Alte als auch das Neue Testament erklären die heutige Situation des Menschen ganz anders...

Das biblische Zeugnis der Schöpfung

Die Bibel sagt uns nicht nur, wer der Urheber aller Dinge ist, sondern gibt auch Auskunft darüber, nach welchen Prinzipien der Schöpfer geschaffen hat. Häufig sind menschliche Erfindungen untrennbar mit den Namen ihrer Konstrukteure verknüpft wie z. B. das Luftschiff mit dem Grafen Zeppelin , der Dieselmotor mit Rudolf Diesel oder der Computer mit Konrad Zuse. Ähnlich ist es in der Malerei, der Musik oder in der Dichtung. So trägt auch die Schöpfung Gottes unverkennbare „Handschrift“. Prof. a. D. Dr.-Ing. Werner Gitt erläutert fünf methodische Prinzipien, die wir bei Gottes Schöpfungshandeln beobachten können.