Evangelisation im Dialog – Menschen zu Jesus führen

Wie kann man heute überzeugend von Jesus reden – und dies in einer Zeit, die nicht mehr an die Wahrheit glaubt?

Bis es zu einer Entscheidung für Jesus kommt, ist es oft ein langer Weg. Deshalb brauchen wir, so David Geisler, eine Art der „Vor-Evangelisation“, um „den Boden in den Köpfen und Herzen der Menschen zu bearbeiten, sodass sie eher bereit sind, die Wahrheit anzuhören“. Es ist eine Wegbereitung für die eigentliche Evangelisation, so wie Johannes der Täufer den Weg für Jesus bereitet hat.

Dazu müssen wir lernen, in längeren Zeiträumen und in kleineren Schritten zu denken. Wichtig ist es, Menschen zum Nachdenken zu bringen, „anregende Fragen zu stellen, die anderen helfen, die Wahrheit für sich zu entdecken“. Wenn wir lernen, solche Brücken für das Evangelium zu bauen, können sie von anderen Christen genutzt werden, die später eine Begegnung mit diesen Menschen haben. Entscheidend ist, genau zuzuhören, was unser Gesprächspartner selbst glaubt.

Geisler ist nicht „methodengläubig“. Immer wieder wird darauf ingewiesen, dass das Eigentliche Gott tun muss, weshalb auch unser Gebet so wichtig ist. „Evangelisation im Dialog“ ist ein gutes Training für Gespräche über unseren Glauben. Es lohnt sich, dieses Konzept für unsere Zeit zu entdecken. Der Vortrag wurde am 04.06.2019 beim Theologischen Seminar Rheinland gehalten und von Steffen Schulte übersetzt. Das gleichnamige Buch ist in der Christlichen Verlagsgesellschaft Dillenburg erschienen und im cb-buchshop.de erhältlich.