Artikel mit dem Schlagwort: Veränderungen

Etwas ändern? Problematisch …

Jeder Leiter entdeckt irgendwann, dass Widerstand gegen neue Ideen und Methoden normal ist. Es dauert nicht lange, dann fällt selbst eine neue Gemeinde der Neigung der Menschen zum Opfer, sich gegen Veränderungen zu wehren. Eine Art der Evangelisation, die einmal innovativ war, kann nach ein paar Jahren zum "So machen wir es in unserer Gemeinde!" werden - und der Versuch, Veränderungen vorzunehmen, wird zu einem großen Kampf. Temperamente prallen aufeinander, Sturheit bricht durch, und die Einheit ist gefährdet...

Investieren statt konsumieren

"Träge Gottesdienste. Ernste, bedrückte Stimmung. Starre Strukturen. Alte Lieder. Predigten, die wenig mit meinem Leben zu tun hatten. Junge Familien, die gegangen sind. Sture Leute und auch viel Oberflächlichkeit. Wenig dynamische Entwicklungen. Ich war frustriert, enttäuscht und habe mich selbst abgeschirmt – zwar immer nett die Hand gegeben, aber die Leute wussten nur wenig von mir. Im Gottesdienst war ich mit meinen Gedanken abwesend. Ich habe mich gefragt: Wozu gibt’s diese Gottesdienste überhaupt? Was hat das mit meinem Leben zu tun?" - Wie es kam, dass Markus heute Gemeinde als sein "größtes Hobby" bezeichnet, erzählt er im Interview.

Vom Kämpfer zur Lampe

Als er König war, waren Davids Mut und seine Siege über die Feinde Israels legendär. Aber eines Tages änderten sich die Dinge. "... sie kämpften mit den Philistern, und David war erschöpft“. Er entging nur knapp dem Tod, weil Abisai dazu kam und ihn rettete. David wurde allmählich alt. Seine körperliche Kraft und Ausdauer ließen nach. Er fühlte es. Seine Freunde wussten es. Seine Feinde konnten es sehen. - Wenn in unserem Herzen immer noch die Leidenschaft brennt, kann es schwierig sein, unsere eigene körperliche Realität anzuerkennen. Doch auch wenn die Zeit des aktiven Kämpfens zu Ende geht, haben Ältere noch einen wichtigen Beitrag zu leisten! Philipp Nunn über die Chancen und Herausforderungen in der Zeit des Übergangs.

Lernen kann Spaß machen?! Wie man richtig lernt

"Immer nur lernen“, stöhnt so mancher Schüler, „hört das denn nie auf?“ Nein, lernen hört nie auf, nicht solange wir denken können. Denn Denken heißt immer auch lernen. Die Frage ist nur, was wir lernen und wie gut wir lernen. Lernen – das gilt auch für unser geistliches Leben. „Lernt von mir!“, fordert uns unser Herr auf (Matthäus 11,29). Lernen ist Teil des geistlichen Lebens. Dabei unterscheidet sich die Art und Weise des geistlichen Lernens häufig gar nicht viel davon, wie wir im Alltag lernen. Beate Hüls erklärt im folgenden Artikel, was beim Lernprozess in unserem Gehirn vor sich geht. Wer sich das bewusst macht, wird vielleicht mit Erstaunen feststellen, dass Lernen tatsächlich Spaß machen kann!

Zwischen Hektik und Erstarrung: Wie Veränderungsprozesse in der Gemeinde gelingen können

Warum tun wir uns mit Veränderungen oft so schwer? Wie kommt es, dass man unserer Gemeindebewegung (!), die ihren Ursprung in der Sehnsucht nach geistlicher Veränderung und Neubesinnung hat, heute sicher nicht zuerst das Attribut "dynamisch" zuschreiben würde? Warum lassen sich 150 Jahre nach dem Exodus aus erstarrten klerikalen Formen ähnliche Erstarrungen auch in unseren Gemeinden beobachten - und wie können wir (als Einzelne wie als Gemeinden) geistlich lebendig bleiben?

Aufbruch zur Gelassenheit

"Ruhe ist die erste Bürgerpflicht!" - diese Parole von Friedrich Wilhelm Graf von Schulenburg-Kehnert, die er 1806 nach der verlorenen "Schlacht von Jena und Auerstedt" gegen die Truppen Napoleons ausgab, ist als Sprichwort in die Geschichte eingegangen. Als preußischer Minister behielt er einen kühlen Kopf, obwohl sich die militärische Situation als katastrophal darstellte. Die Geschichte sollte die Richtigkeit seiner Einschätzung beweisen. Keine zehn Jahre später musste Napoleon geschlagen abziehen. - Es muss ja nicht gleich immer um große Schlachten gehen; mich bringen schon viel harmlosere Umstände aus dem Gleichgewicht...

Chancen für Brüdergemeinden

Wir leben als Gemeinden mit einer konstanten Botschaft in einer Zeit mit enormen Veränderungen und Umbrüchen. Wie reagieren wir darauf? Die unterschiedlichen Entwicklungen von Gemeinden zeigen, dass auf die Herausforderungen unserer Zeit und die speziellen lokalen Umstände unterschiedliche Antworten gefunden werden. Die Frage dieses Artikels ist: Welche Zukunft haben in diesen Veränderungen einzelne Kernwerte, die in der Geschichte der Brüdergemeinden Identität-stiftend waren - Mahlfeier, Bibeltreue, allgemeines Priestertum?