Kinder im Gottesdienst – gemeinsam Gemeinde leben

Gemeinde besteht aus Jung und Alt. Kinder gehören mit in unsere Gottesdienste. So erleben sie früh, dass Glaube, Gemeinschaft und Gottes Liebe ihr Leben betreffen. Gleichzeitig bereichern sie mit ihrer Offenheit, ihrer Freude und ihren Fragen auch uns Erwachsene und erinnern uns daran, kindlicher zu glauben.

Wie schön ist es, wenn über Generationen hinweg ein wertschätzendes Miteinander gelebt wird! Dazu gehört Rücksichtnahme auf ältere Geschwister, die nicht mehr so gut hören. Es hilft ihnen, wenn Eltern Rücksicht nehmen und mit kleinen Kindern in den Eltern-Kind Bereich wechseln, wenn sie unruhig werden. So können die Älteren sich besser auf die Inhalte konzentrieren.

Genauso wichtig ist es, Gottesdienste so zu gestalten, dass Kinder aktiv daran teilnehmen können und Familien Unterstützung erleben. Dabei geht es nicht um einzelne Programmpunkte. Es geht um eine Kultur der Wertschätzung und Achtung füreinander. Eine Gemeinde, in der verschiedene Generationen miteinander Glauben leben.

Die folgenden Ideen zeigen unterschiedliche Wege, wie Gemeinden Kinder bewusst in den Gottesdienst integrieren und Familien im Alltag stärken können – von musikalischen und kreativen Elementen über generationsübergreifende Mitarbeit bis hin zu Begegnungs- und Unterstützungsangeboten für Eltern und ihre Kinder:

  • Monatsvers (singend) lernen:
    Lernt als Gemeinde monatlich gemeinsam einen Bibelvers auswendig. Zum Jahresbeginn könnt ihr ein Lesezeichen mit allen 12 Versen erstellen, das euch durch das Jahr begleitet. Wenn es den einen oder anderen Vers als Lied gibt, könntet ihr es zum Monatslied machen und jeden Sonntag singen. Das erleichtert das Einprägen.
  • Auch mal ein Kinderlied singen
  • Gebetspaten für Kinder:
    Erwachsende übernehmen Gebetspatenschaften für Kinder in der Sonntagschule. Dadurch entstehen persönliche Beziehungen und die Kinder werden im Gebet begleitet.
  • Jahrespraktikum nach dem biblischen Unterricht:
    Nach der Entlassung aus dem biblischen Unterricht machen die Teenager ein Jahr lang ein „Gemeinde-Praktikum“. Dabei schnuppern sie in einen Arbeitsbereich hinein und arbeiten mit: Sonntagschule, Technik, Musik- oder Anspielteam… Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen, und werden aktiv in die Gemeinde eingebunden.
  • Regelmäßige Familiengottesdienste:
    Mehrmals im Jahr werden Familiengottesdienste gefeiert, die bewusst alle Generationen ansprechen. Wiederkehrende Elemente oder kleine Anspielserien mit denselben Personen schaffen Vertrautheit und Vorfreude.
  • Einschneidende Erlebnisse berücksichtigen:
    Gestaltet Gottesdienste zu besonderen Lebensphasen, wie Schulbeginn oder Ausbildungsstart. Aber auch das Geburtstagslied für den Senior bei seinem runden Geburtstag gehört dazu.
  • Ausmalbilder zur Predigt:
    Passende Ausmalbilder oder kleine Aufgaben zur Predigt helfen den Kindern, aufmerksamer zuzuhören.
    Tipp: Ein Mal-Brett, auf das man ein Bild klemmen kann, und Stifte dazu bereithalten.
  • Mit Anschauungsmaterial arbeiten:
    Gegenstände, Bilder oder kleine Experimente machen Predigten für Kinder verständlicher und sind oft auch für die Erwachsenen einprägsamer.
  • Lernverse und Merksätze nutzen:
    Macht der Prediger sich die Arbeit, einen Merksatz zu erarbeiten, der in der Predigt immer wieder vorkommt, können Inhalte besser behalten werden – nicht nur bei den Kindern.
  • Gute Übertragung in den Eltern-Kind-Raum
    Eine gute Übertragung und eine ruhige Atmosphäre ermöglicht Eltern mit kleinen Kindern, Gottesdienste mitzuerleben.
  • Elternabende anbieten:
    Eltern setzen sich mit so vielen Themen auseinander. Bietet Themenabende zu Erziehungs- und Familienfragen an. Das stärkt Eltern und vernetzt sie miteinander.
    Tipp: Bietet auch einen Babysitterdienst an.
  • „Ersatzomas“ und generationsübergreifende Hilfe fördern:
    Ältere Gemeindemitglieder können junge Familien praktisch unterstützen – durch Zuhören, Hilfe im Alltag oder den Aufbau persönlicher Beziehungen.
  • Krabbelgruppen als Begegnungsort:
    Krabbelkreise schaffen Raum für Gemeinschaft. Junge Eltern können Fragen stellen und von der Erfahrung älterer profitieren. Die Mitarbeiter begleiten die Familien im Gebet.
  • Kinderfreundliches Bistro:
    Kleine Snacks wie Obst, Salzstangen oder Getränke, sowie ein eigener Kindertisch schaffen eine wertschätzende Atmosphäre.
  • Bilderbücher zum Ausleihen anbieten:
    Legt eine Auswahl an christlichen oder altersgerechten Kinderbüchern im Eingangsbereich aus, die für den Gottesdienst ausgeliehen werden können.

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