Musiker & Lieder

In christlichen Gemeinden gibt es eine Reihe von Geschwistern, denen die Entstehung und Verbreitung guter geistlicher Lieder ein Anliegen ist. Einer von ihnen, Kai Müller aus Vielau, wurde in Teilzeitanstellung berufen, um diese Vision voranzutreiben.

Aufbauseminar Chorarbeit

Zu solch einem Seminar können Gemeinden ihn einladen. In der konkreten Umsetzung orientiert er sich dann an den Bedürfnisse der in der jeweiligen Gegend vorhandenen Chöre.

aufbauseminar-chorarbeit

Dirigentenlehrgang

Aus der Info-Mail von Kai Müller:

„Mir liegt es sehr am Herzen, das ihr auch darüber nachdenkt, wer eure Chorarbeit nach euch weiterführen wird. Auch dafür ist so ein Wochenende gut, um mal in die Arbeit rein zu schnuppern. Es braucht also keinerlei Voraussetzung (außer eine gewisse musikalische Gabe – ihr versteht, was ich meine)!

Es ist natürlich auch für manch einen erfahrenen Chorleiter kein Schaden, sich mal wieder mit den Grundlagen zu beschäftigen und den Austausch über unsrer Arbeit zu genießen. Bitte leitet diese Mail an eure Chorleiter und Interessenten weiter und macht Mut für unseren schönen „Job“.

Auch wenn es noch ein Jahr hin ist: die Anmeldung kann ab sofort erfolgen. Je eher ihr euch den Termin festhaltet desto weniger Terminüberschneidungen gibt es. Es genügt auch erst mal nur euer Interesse bei mir zu bekunden, wenn ihr euch noch nicht festlegen könnt.“

Hier finden sich nähere Infos zum nächsten Dirigentenlehrgang.

Wie kommen wir zu neuem Liedgut?

Kai schreibt dazu folgende Überlegungen:

Nach wie vor gehen mir die Gedanken nicht aus dem Kopf, die sich in den letzten Jahren häufen und meist so, oder ähnlich heißen: „Wir schreiben keine Lieder mehr!“ Der Wunsch, dass eine Gemeindebewegung eigene Lieder hervorbringen soll und darf ist auch meiner. Es stellt sich allerdings die Frage, wie das nach vielen Jahrzehnten des „sich Bedienens bei Anderen“ wieder neu in den Fokus rücken kann.

Ps.28,7 „Der Herr ist meine Stärke und mein Schild, auf ihn hat mein Herz vertraut und mir ist geholfen worden. Daher frohlockt mein Herz und ich will ihn preisen mit meinem Lied.“
367: „lege ein neues Lied in meinen Mund…“

Genau das wünschen wir uns doch, dass es Geschwister gibt, die aus ihrer Beziehung zu Gott heraus ein Lied schreiben. Solche Brüder und Schwestern aus unseren Reihen zu finden, die selbst Lieder schreiben (und es gibt sie!) wird die erste Herausforderung sein.

Die nächste, einen Weg zu finden, diese Lieder in die Gemeinden zu bringen. Es gibt verschiedene Wege ein neues Lied vorzustellen:

  • Es wird auf einer übergemeindlichen Veranstaltung (Konferenz, etc.) vorgetragen
  • Es wird vom Chor einer Gemeinde gelernt und vorgetragen
  • Es gibt einzelne Geschwister, die ein Lied in der Gemeinde vorstellen.

Das alles hat den Nachteil, dass man das Lied nur einmal hört und es schnell wieder in Vergessenheit gerät. Auch braucht ein Lied, bevor es ins Herz geht und zu einem wertvollem Lied wird einige Zeit. Das muss reifen – zumindest bei mir :-). Daher genügt es nicht es nur vorzustellen. Es muss eine bleibende und wiederholbare Basis geschaffen werden, bevor überhaupt die Überlegung beginnt, es zu einem Gemeindelied werden zu lassen.

Wir veranstalten jedes Jahr Sängertreffen, an denen neue Lieder gelernt werden. Das ist schon ein guter Anfang, da ein Lied nicht nur einmal vorgestellt, sondern intensiv geprobt und vorgetragen wird. Aber auch das reicht nicht.

Alle professionellen Musiker im christlichen Bereich gehen einen ähnlichen Weg.

  1. Zum einen veröffentlichen sie ihre Lieder (über einen Verlag auf CD und MP3).
  2. Zum anderen veranstalten sie Konzerte an mehreren Orten. So kommen die Lieder unters Volk und werden bekannt.
  3. Das gelingt vielen allerdings nur, weil sie für diese Arbeit freigestellt sind, es also ihr Beruf ist.

Diese 3 Elemente sollten wir beachten.

  1. Wir veröffentlichen die Lieder.
  2. Wir stellen sie vor. (wie und wo auch immer)
  3. Wir können natürlich nicht Komponisten anstellen. Das bedeutet aber, dass aus dem ehrenamtlichen Bereich keine Liedfülle zu erwarten ist, es sei denn, es hat sich in den letzten Jahrzehnten was angehäuft.

Folgenden Weg halte ich für denkbar.

Natürlich bin ich in meinem Denken begrenzt und hoffe auf konstruktive Kritik, Ergänzung und Änderung:

  1. Wir suchen Kontakte zu Geschwistern unserer Gemeinden, die selbst Lieder schreiben.
  2. Wir versuchen sie für unser Anliegen zu gewinnen und zur Mitarbeit zu bewegen.
  3. Wir sammeln die Lieder.
  4. Wir prüfen nach geistlichen und musikalischen Kriterien, ob das Lied Potenzial hat zum Gemeindelied zu werden.
  5. Wir erstellen jedes Jahr einen Block von ? -­‐ ? Liedern, die in die engere Wahl kommen.
  6. Wir bereiten sie für die Gemeinde auf (damit meine ich Noten, Chorsatz und Playback)
  7. Wir produzieren jedes Jahr eine? CD mit diesen Liedern (natürlich auch MP3 Download, etc.)
  8. Wir streuen diese CD weit in unsere Gemeinden. Werbung ist auch heutzutage wichtig!
  9. Wir erstellen einen Einleger mit den Liedern fürs Liederbuch
  10. Wir wünschen uns Reaktionen der Geschwister auf diese Lieder. (ob man sie gerne hört, ob sie der Chor lernt, etc.)
  11. Wir tragen (innerhalb von 5 Jahren?) zusammen, was an Reaktionen von den Gemeinden kommt und welche Lieder für wertvoll zu halten sind.
  12. Wir ergänzen unser Liederbuch damit.

Ps.: Wenn hier ständig „Wir“ steht ist trotzdem klar, dass das alles ein Prozess sein muss, der Gottes Führung unterliegt und in dem wir alles von Ihm erwarten!

Dazu sind noch viele Fragen zu klären:

  • Ist das überhaupt ein Ziel, das wir verfolgen sollten?
  • Wäre der oben beschriebene Weg ein gangbarer?
  • Was verstehen wir unter „unsere Gemeinden“? (aus welchem Hintergrund sollen die „Komponisten“ kommen?)
  • Wie findet man Geschwister, die Lieder schreiben?
  • Sollte es einen Arbeitskreis geben, der sich damit befasst? Eine „Liederwerkstatt“ („Lieder“: weil es uns um einen gesungenen Text geht und „Werkstatt“: weil ersten das schreiben von Liedern ein Handwerk ist und zweitens das ganze Projekt keine „One-­‐Man-­‐Show“, sondern die Arbeit einer Gruppe sein sollte und muss)
  • Wer gehört zum Arbeitskreis?
  • Welche Voraussetzungen stellen wir an die Komponisten?
  • Wie und Wo lässt sich eine CD produzieren? Mit welcher Musik und welchen Sängern?
  • Nimmt das der CV unter seine „Fittiche“?
  • Das alles würde keine Rechtsschwierigkeiten und GEMA – Gebühren nach sich ziehen, aber ein „freies Lied“ braucht trotzdem irgend einen Schutz, damit nicht Andere Kapital (im wahrsten Sinne des Wortes) daraus schlagen.
  • Zielorientiert zu arbeiten bedeutet auch, die Arbeiter zu unterstützen und zu schulen! Wie? Komponisten aus unseren Reihen zu finden – oder besser die Gabe zu suchen – ist die eine Sache. Eine weitere ist, die Gabe zu fördern. Gibt es Möglichkeiten und Angebote, wo sich solche begabten Geschwister weiterbilden können?

Damit erst mal genug mit meinen ersten Gedanken. Ich bete dafür, dass der Herr uns einen Blick dafür schenkt wie Er das sieht und wie wir diese speziellen Gaben fördern und für die Gemeinden tauglich machen können.

Was wir wollen:

  • Lieder, die die Botschaft der Bibel ausdrücken und nicht nur Lobpreis sind-­‐ Lieder, die dem biblischen Lehrprinzip entsprechen
  • Lieder, die zum Glauben rufen
  • Lieder, die von persönlichen Glaubenserfahrungen reden
  • Lieder, die einen guten Sprachrhythmus haben
  • Lieder, die für das gemeinsame Singen gemacht sind und nicht für den Vortrag
  • Lieder mit einfachen, einprägsamen Melodien
  • Lieder, die von Geschwistern aus unseren Reihen (Brüderbewegung) geschrieben sind
  • Lieder, die Gott in unsre Bewegung hinein schickt

Wer daran mitdenken und -arbeiten oder Texte/Lieder beitragen möchte, melde sich bitte bei Kai Müller kaimueller69@gmx.de