Pers. Nachfolge

Kein Ostern ohne Karfreitag

Das Helle wird vor einem dunklen Hintergrund intensiver wahrgenommen. Ohne Karfreitag als dunklen Hintergrund können wir nicht die volle Bedeutung und die Strahlkraft der Auferstehung Jesu wahrnehmen. Auch unser Leben wird nie frei von Trauer, Klage und Kummer sein; da ist immer etwas von Karfreitag. Auf der anderen Seite strahlen in diesen dunklen Zeiten unseres Lebens die Kraft und die Hoffnung der Auferstehung umso stärker; da ist immer ein Stück von Ostern!

Heiligung – lebenslang

„Der ich sein sollte, grüßt traurig den, der ich bin“, schrieb Sören Kierkegaard, und mir geht es ähnlich. Dabei werden alle durch Jesus Christus Erlöste im Neuen Testament als Heilige bezeichnet. Sie sind geheiligt durch ihren Glauben, durch den Heiligen Geist und durch das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi. Gibt es demnach keine Probleme mehr mit der Heiligung? Leider doch. Wie können wir damit umgehen?

Lebt Jesus in dir?

Wir denken oft: Jesus ist im Himmel und wir sind auf der Erde. Irgendwie müssen wir eben damit klarkommen. Aber so ist es nicht. Jesus lebt in uns, den Gläubigen, und er möchte in uns Seine Kraft entfalten. Die Menschen sollen Jesus in uns sehen: sein Bild, sein Wesen, seine Herrlichkeit. Nur das wird sie überzeugen, dass es wahrhaftig einen Gott gibt, der sie liebt und der sie retten möchte. - Kommt dir das unerreichbar vor? Greift man da nach den Sternen? Nein! ...

Gaben und Talente – Was kann ich selber tun?

Kein Talent vermehrt sich von allein. Wenn unsere Begabungen nicht gefördert werden, können sie sich nicht entfalten und werden manchmal gar nicht als Talent bemerkt. Und wer seine Talente nicht pflegt, braucht sich nicht zu wundern, wenn sie verkümmern. - Das sind eigentlich Binsenweisheiten, aber noch nicht alle haben sie begriffen. Dabei erzählte unser Herr die bemerkenswert klare Geschichte vom Umgang mit Talenten gleich zweimal, und zwar - damit man die Prinzipien auch richtig versteht - in zwei Varianten. Es geht um unseren Umgang mit Talenten: Was kann ich selber tun?

Risiken und Nebenwirkungen – ist das Prinzip „Vergebung“ wirklich alltagstauglich?

Wer Schuld zugibt, zeigt Schwäche; er hat einen Fehler gemacht! Wer Schuld zugibt, macht sich verletzlich. Die logische Konsequenz daraus ist, Schuld zu leugnen bis zum Schluss und nur zuzugeben, was einem unumstößlich nachgewiesen werden konnte. Irgendwie kommt das auch unserem natürlichen Empfinden sehr entgegen. Wir wollen nicht schuldig sein und sind es doch! Auch in der Bibel finden wir diesen problematischen Umgang mit Schuld. ... Aber Gott lässt das nicht durchgehen. Gott muss Schuld ansprechen, damit sie bekannt und vergeben werden kann.

Gefährdete Freiheit

Freiheit hat ihren Preis. Sie ist zerbrechlich, man kann sie sehr leicht verlieren. Die „Freiheit auf dem Rücken der Pferde“ kann ein Reiter in verschiedenen Richtungen verlieren. Aber egal, ob nach vorne oder seitlich, er landet, wo er eigentlich nicht sein wollte. So ist das im "normalen" Leben, aber auch in unserem Leben als Christ und als Gemeinde. Aus welchen Richtungen wird unsere Freiheit bedroht, und wie können wir sie schützen?

„Sei stark in der Gnade!“ (Wie sich Gottes Gnade im Glaubensleben auswirkt)

Als wir uns im Licht Gottes erkannten, wurde klar, dass nur der Herr Jesus und seine Gnade retten können. Aber nach diesem Beginn machen wir auf die alte Art weiter. Einerseits wollen wir unsere Bedürftigkeit nicht einsehen, andererseits nehmen wir Geschenke nur an, wenn wir mit Gegengeschenken reagieren können. Unser menschliches Miteinander ist meistens ein gegenseitiges Geben und Nehmen - einer, der nimmt und nie gibt, wird schnell als „Hindernis“ wahrgenommen. Aber in unserer Beziehung zu Gott sind und bleiben wir immer nur Empfangende...