Artikel mit dem Schlagwort: Mut

Trotz aller Warnungen?

Unter uns Christen gibt es Wegweiser und es gibt Warner. Es gibt Begründer (Pioniere) und Bedenkenträger. Eine Warnung lenkt die Aufmerksamkeit auf ein mögliches Risiko; wie man sich verhält, bleibt einem selbst überlassen. Paulus, Kaleb und unzählige andere wussten nicht, ob sie unfallfrei am Ziel ankommen würden. Sie alle hatten unterschiedliche Erkenntnisse, manche wurden gewarnt ... aber sie blieben nicht am Beckenrand, sondern wagten sich raus und verfolgten das Ziel, zu dem Gott sie berufen hatte!

Was gibt Halt in der Krise?

"Rückenwind macht träge - Gegenwind hilft, die Segel neu auszurichten." Botschaft - Beziehung - Berufung - Begabung - Beispiel: unter diesen Stichpunkten legt Hartmut Jaeger auf der Ostseebibelkonferenz dieses Jahr 2.Timotheus 1 aus. Engagiert wendet er die Worte von Paulus an seinen jüngeren Mitarbeiter auf unsere "postmoderne und postfaktische Zeit" an und schlägt so Brücken, über die es sich nachzudenken lohnt.

Das Wunder der Wende

"In einem ordentlichen Rechteck standen die Schüler um den Fahnenmast: Ansprachen, politische Erklärungen und Grüße. ,Pioniere ... Seid bereit!', rief ein Funktionär, und rings um mich hoben die Schüler ihre Hand und riefen: ,Immer bereit!' Außer einer Handvoll junger Leute, die nicht mit weißer Bluse und blauem Halstuch hier standen. ,Die Mitglieder der Freien deutschen Jugend grüßen mit Freundschaft!' Laut scholl die Antwort über den Schulhof: ,Freundschaft.' Und wieder waren es verschwindend wenige, die stumm blieben. Für uns hatten die Eltern anfangs diese Entscheidung übernommen. Und so blieb ich den Pioniernachmittagen und vielen spannend klingenden Veranstaltungen fern..." - Markus Nicko hat es als Kind und Jugendlicher in der DDR durchbuchstabiert, Nachteile in Kauf zu nehmen um des Glaubens und Gewissens willen. Garnicht so einfach...

Klare Kante bei der Verkündigung des Evangeliums

Im Wörterbuch der Redensarten steht unter „klare Kante zeigen“: „sich eindeutig positionieren; seinen eigenen Standpunkt klar nennen; sich abgrenzen; streng vorgehen.“ Das ist keine leichte Aufgabe für die Gemeinde Jesu. Auf der einen Seite ein wirksames Werkzeug in der Hand Gottes sein, aber gleichzeitig sensibel gegenüber den geistlichen Bedürfnissen der Menschen um uns her zu bleiben, also nicht „kantig“ sein...

Falscher Friede (Wenn der Schein trügt)

Streit ist belastend. Streitsüchtige Menschen sind höchst unangenehme Zeitgenossen. Es gibt aber auch das andere Extrem: dass man jeder Auseinandersetzung aus dem Weg geht, dass man Konflikte um jeden Preis vermeidet. Und doch sind die Probleme da, auch wenn sie keiner anspricht. Wie ein Schwelbrand im Hintergrund, der irgendwann alles zerstört. Es gibt eine falsche Friedenssehnsucht, die der Wahrheit aus dem Weg geht. Aber der Friede, der so entsteht, ist kein wirklicher Friede ...

Die Tugend der Tapferkeit

Was bringt Menschen dazu, unter schwierigen Umständen das Richtige zu tun? Was treibt sie an, sich gegen die Mehrheit zu stellen, auch wenn sie dadurch Nachteile in Kauf nehmen müssen? Auch wenn wir heute in einer (scheinbar!) toleranten Zeit leben, kann man ganz schön unter Druck geraten, wenn man Meinungen vertritt, die jenseits des Mainstreams liegen. Die Tugend der Tapferkeit – oder des Mutes – hilft uns, in schwierigen Situationen das Richtige zu tun...

Eine Dienerin des Herrn (Maria – ein Vorbild für uns heute)

Die Bibel berichtet wenig über Maria. Ihre schlichte Antwort auf die außergewöhnliche Aufgabe, die Gott für sie hat, ist: „Ich bin die Dienerin des Herrn. Was du gesagt hast, soll mir geschehen“. Maria zeigt absolutes Gottvertrauen, bedingungslose Bereitschaft zum Dienen und Hingabe, die auf eine tiefe und intensiv gelebte Beziehung zu Gott und seinem Wort schließen lässt. Mich beeindruckt die Reaktion Marias auf die Frage durch den Engel, und ich frage mich: Was prägte Marias Glauben? Und: Wie kann ich zu dieser Haltung der Demut und Hingabe kommen?

Zeigst du noch Haltung oder buckelst du schon?

Wolfram Weimer weist hier auf Schieflagen in unserer Gesellschaft hin. Wir verschleudern nicht nur unsere finanziellen Reserven, sondern auch unsere geistigen, so der Autor. Dieser gesellschaftskritische Artikel zeigt auch den Zusammenhang von der Schuldenkrise und der Wahrheitsfrage auf. „Wir schätzen Wahrheiten einfach nicht mehr genug, seitdem wir uns von Gott als letztgültiger Wahrheit verabschiedet haben,“ schreibt Weimer. - Ein Artikel aus Christ und Welt 38/2011.

Mann oder Memme? Warum Männer und Frauen mutig und stark sein müssen.

"Mann oder Memme?“ Man sieht förmlich das hämische Grinsen der anderen Jungen. Der Bach ist breit, das Wasser bedrohlich dunkel und tief. Das Wichtigste ist genügend Anlauf zu nehmen. Losrennen, alles geben, den richtigen Punkt zum Absprung treffen, das Ziel immer vor Augen ... Das Ergebnis spielt an dieser Stelle keine Rolle. Die Hauptsache ist, bewiesen zu haben, dass man keine Memme ist. - Paulus erwartet von den Korinthern, dass Christen keine Memmen sind: „Wachet, steht fest im Glauben; seid mannhaft, seid stark!“ Warum?

Brutale Wahrheit? Warum uns Wahrheit so schwer fällt, es aber ohne sie nicht geht…

Freitagabend auf dem Weg von der Turnhalle zur Gemeinde, um mich herum aufgeregte Teenies. Ich ärgere mich. Gerade habe ich mich mit einem Mädchen unterhalten, ich kenne sie seit einem Jahr und dachte, ich hätte einen guten Draht zu ihr. Doch eben hat sie mich angelogen. Nein, sie würde nicht rauchen, hat sie mir mit großen unschuldigen Augen versichert. Dabei hatte sie gerade vorher in der Umkleidekabine eine Schachtel Zigaretten in ihre Handtasche gesteckt. Ich ärgere mich, dass sie mich anlügt. Sie müsste es nicht tun. Ich würde sie nicht "verpfeifen". Und enttäuscht bin ich auch. Warum traut sie sich nicht, mir die Wahrheit zu sagen? Warum vertraut sie mir nicht?