Artikel mit dem Schlagwort: Heilsgeschichte

Das erste Weihnachtslied

Es schien ein Tag wie jeder andere zu sein. Es sollte ein Tag wie kaum ein anderer werden. Aus den Weiten der Ewigkeit sandte Gott seinen Boten Gabriel in das kleine Städtchen Nazareth in Galiläa zu einer jungen Frau namens Maria. Seine Botschaft setzt Maria in Bewegung und löst ihre Zunge. Sie kann gar nicht mehr anders, als ihr Lob in die Welt hinaus zu singen. Ihr Lied ist gewissermaßen das erste aller Weihnachtslieder, das "Ur-Weihnachtslied". Wenn in diesen Tagen die alten Lieder neu erklingen, können wir von dem über 2000 Jahre alten ersten Lied der Weihnacht viel lernen...

Die erste Gemeinde

Aus den Berichten der Apostelgeschichte über das Pfingstereignis wird deutlich: Die erste Gemeinde war ein Prototyp! Mit ihr begann etwas völlig Neues. Die erste Gemeinde kam durch die unmittelbare und ungeschmälerte Wirkung des Heiligen Geistes zustande: Er rief sie ins Leben. Sie entsprach in ihrem Leben, ihrem Reden, ihrem Tun in sehr starker Weise dem Willen und dem Wesen Gottes. Sie wies alle Kennzeichen auf, die eine geistlich gesunde Gemeinde nach dem Willen Gottes haben soll. Sie war Gemeinde nach dem Herzen Gottes.

Heilsgeschichte im Umbruch

Die Apostelgeschichte ist „das Buch des Übergangs“, d. h. dass sich in der Apostelgeschichte zwei Heilszeitalter überschneiden bzw. eine Zeit lang parallel verlaufen. Praktisch heißt das, dass in der Apostelgeschichte die unmittelbare, heilsame Zuwendung Gottes von Israel zur Gemeinde übergeht. Es ist wichtig zu beachten, dass wir es mit einem Buch des Übergangs „zwischen den Zeiten“ zu tun haben, weil alle Lehren, die wir aus diesem Buch ableiten, eindeutig von den Evangelien bzw. den Lehrbriefen bestätigt werden sollten, sodass wir nicht versehentlich „Ereignisse“ des Übergangs als wesentlich für die Gemeinde ansehen und lehren und dadurch Missverständnisse produzieren. Nicht alles, was in der Apostelgeschichte steht, ist eins zu eins anwendbar auf die Gemeinde.

Chancen und Aufgaben von Brüdergemeinden für heute und morgen (Was mich bewegt)

Ich erlebe Brüdergemeinden sehr unterschiedlich. Sie sind nicht homogen. Und doch haben sie alle etwas gemeinsam. Statements von außen machen das deutlich: „Das sind doch die, wo die Frauen nichts sagen dürfen.“ „Die feiern doch jede Woche Abendmahl.“ Typisch ist auch die Aussage, die man manchmal in Vorstellungsrunden hört: „Ich gehöre zu einer Brüdergemeinde, aber nicht zu so einer richtigen.“ - Haben wir vielleicht Probleme mit uns selbst oder unserer Vergangenheit? Wissen wir, warum wir sind, wie wir sind? Wichtig ist, dass wir uns immer wieder erinnern, wo wir herkommen und uns bewusstmachen, was wir als nächstes erwarten.

Das Reich Gottes – die Gemeinde – die Bergpredigt: Unterschiede und Zusammenhänge

Die Frage nach dem Verhältnis von Glaube, Gnade und Werken ist ein Dauerbrenner. Besonders dann, wenn es um die Werte der Bergpredigt geht, kommt diese Frage wieder auf. Müssen sich Christen an der Bergpredigt orientieren? Arno Hohage schreibt in diesem Artikel etwas zu den Unterschieden und den Zusammenhängen vom "Reich Gottes", der "Gemeinde" und der "Bergpredigt".

Wie Erich Sauer mir zum Segen wurde (Ein Zeugnis)

Ein Autor, der sich mit den großen Fragen um Gott und den Menschen intensiv auseinandergesetzt hat, war Erich Sauer. Heute kennen nur noch wenige die Bücher des Wiedenester Lehrers. Sauer hat viele Menschen geprägt. Manfred Schäller beschreibt, wie er als junger zweifelnder Christ in den Büchern von Sauer Antworten und Ermutigung fand.

Gott kommt zum Ziel

Gott hat ein Ziel mit der Geschichte. Er handelt geplant, greift ein, wie er will. Dabei entgleitet ihm nichts. Er ist anders als wir Menschen. Er reagiert nicht hektisch auf unvorherge­ sehene Ereignisse. Er weiß ja alles im Voraus. Gott ist der Souverän. Er ist überlegen – und er kommt an sein Ziel. Auch mit uns.

Der Nachlass: Die Abschiedsreden Jesu (Johannes 14-16)

Die Kapitel 14 - 16 des Johannesevangeliums werden als die Abschiedsreden Jesu bezeichnet. Sie gehören nicht mehr zum öffentlichen Wirken Jesu, sondern sind an den Kreis der Jünger gerichtet. Wir finden hier verunsicherte Jünger. Der innerste Kreis – Jesus und die Zwölf – wird einer Zerreißprobe ausgesetzt sein! So sind die Abschiedsreden Trost und Verheißung für Jünger Jesu damals und heute, die unruhig und voller Fragen einer Zukunft entgegensehen, in der der Glaube und tragende Beziehungen auf die Probe gestellt werden...

Damit es dir gut geht – ein gutes Leben leben

Die zwölf Stämme Israels stehen am Ostufer des Jordan. Nach vierzig Jahren Nomadenleben dürfen sie endlich in Empfang nehmen, was Gott ihnen verheißen hat: das Land Kanaan. Doch bevor sie den Jordan überqueren, hält Mose eine lange Predigt, in der er aus der Heilsgeschichte unermüdlich das eine große Thema entfaltet: „So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, dass Jahwe der Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst.“ Hinter diesem Anspruch, als einziger Gott verehrt zu werden, steht keine monotheistische Gottesidee, sondern Jahwes Heilshandeln...

Philosophie oder Bibel? Menschliches Denken oder göttliche Offenbarung?

Woher komme ich? Wohin gehe ich? Worin besteht der Sinn meines Lebens und unserer Welt? Was ist überhaupt der Ursprung aller Dinge? Habe ich ein Ziel, von dem ich noch gar nichts weiß? Was kann ich darüber erkennen? Wie muss ich mich verhalten, um ein mögliches Ziel zu erreichen? Fragen über Fragen! Alle Menschen stellen sie sich zuweilen. Die griechischen Denker der Antike nannten ein solches Streben nach Wissen „Philosophie“ (= Liebe zur Weisheit). Und wer wäre nicht gerne so weise, die letzten Lebensfragen beantworten zu können!

Vom Sündenfall und vom Heil (Gedanken zu 1. Mose 3, 1-19)

Unter „Protevangelium“ versteht man eine erste, sehr frühe Weissagung im Alten Testament auf den Messias, die sich in Jesus Christus erfüllt. Die hochprophetische Erzählung vom Urstand, Versuchung und Fall in 1. Mose 3 ist grundlegend für das Verständnis der gesamten biblischen Botschaft. Sicherlich liegen gerade hier noch mancherlei ungehobene Schätze der Weisheit und Erkenntnis; aber sie liegen verborgen unter der Hülle einer schlichten Erzählung, die dem modernen Menschen weithin als Fabel erscheint...

Poesie und Prosa im Alten Testament

"Die Bibel hat ein falsches Weltbild“, schrieb mir jemand, „denn sie behauptet, dass die Sonne sich um die Erde dreht“. Als Beweis benutzte er Psalm 19: "... Wie ein Bräutigam am Hochzeitstag kommt die Sonne hervor, und wie ein strahlender Sieger betritt sie die Bahn. An einem Ende des Himmels geht sie auf und läuft hinüber bis zum anderen Rand." (NeÜ) - Doch auch im Deutschen unterscheiden wir zwischen Bildwort und Sachaussage, zwischen Prosa und Poesie. Um die Bibel so zu verstehen, wie sie gemeint ist, tun wir gut daran, diesen Unterschied zu beachten...