Markus Wäsch

Jahrgang ’66, verh. mit Mirjam, 2 Kinder, Beruf: Werbegestalter, außerdem Studium an der Freien Theologischen Akademie in Gießen.

Als Prediger und Evangelist in ganz Deutschland unterwegs. Herausgeber und Autor mehrerer Bücher. Daneben ist seine größte Leidenschaft der Sonntagabendtreff (kurz: SAT), ein überkonfessioneller Jugendgottesdienst, an dem jeweils mehrere Hundert Jugendliche teilnehmen.

Artikel von Markus Wäsch:
Trotz aller Warnungen? Unter uns Christen gibt es Wegweiser und es gibt Warner. Es gibt Begründer (Pioniere) und Bedenkenträger. Eine Warnung lenkt die Aufmerksamkeit auf ein mögliches Risiko; wie man sich verhält, bleibt einem selbst überlassen. Paulus, Kaleb und unzählige andere wussten nicht, ob sie unfallfrei am Ziel ankommen würden. Sie alle hatten unterschiedliche Erkenntnisse, manche wurden gewarnt ... aber sie blieben nicht am Beckenrand, sondern wagten sich raus und verfolgten das Ziel, zu dem Gott sie berufen hatte!
Unter allen Umständen Ein Mann, der weiß, dass er bald sterben muss, überlegt, dass er wenigstens eine Sache auf die letzte Reise mitnehmen will. So steckt er einen Goldbarren in eine Tasche. An der Himmelspforte bittet Petrus den Mann, die Tasche zu öffnen. Der tut das, Petrus schaut hinein und gibt sich irritiert: „Du bringst Straßenpflaster mit?“ - Es gibt Dinge, die sind wichtiger als Gold, das sollte man lernen, bevor das Haar silbern wird. Was ist mehr wert als Gold? Das teure Evangelium, die Gute Nachricht von Jesus Christus. Diese Nachricht schreibt Paulus. Und wenn er es nicht mitteilte, würde man es kaum glauben: Der Schreibtisch, von dem aus er schreibt, steht in einer Gefängniszelle. Das Licht ist schummrig, die Luft stickig, die Lebensqualität erbärmlich...
Damit es uns gut geht… (Gebote aus Liebe!?) „Jesus Christus hat uns frei gemacht. Endlich können wir entscheiden, wie wir leben wollen. Alles, was uns einengt, ist weg!“ Manche Christen denken so, und richtig ist, dass uns Jesus Christus vom „Gesetz der Sünde und des Todes“ und von der Herrschaft Satans befreit hat. Aber „Freiheit“ ist immer von Gott „gewährte“ Freiheit. Es ist ein Bereich, in dem Gottes Normen gelten und wo es auch Grenzen gibt. Nur so können wir sinnvoll mit der Schöpfung umgehen und in sozialen Beziehungen leben. Gottes Gebote sind keine will ­ kürlichen Maßnahmen Gottes, sondern sinnvolle Lebensregeln, die alle unsere Lebensbereiche betreffen. Sie sind Ausdruck seiner Liebe. - Markus Wäsch beschreibt Gottes gute Lebensregeln, die unabhängig heilsgeschichtlicher Epochen ihre Gültigkeit haben.
Wollen oder nicht wollen, das ist hier die Frage Was trifft eher zu: nicht glauben können oder nicht glauben wollen? - Gott lädt uns Menschen zu sich ein. Es geht dabei um eine wirkliche Einladung, nicht um einen Befehl. Bei Gott gibt es nur Freiwillige. Das wird deutlich bei einer Beispielgeschichte, die Jesus erzählt: beim Gleichnis vom Hochzeitsmahl (Matthäus 22). Das Fest ist nicht von schlechten Eltern. Ein König richtet seinem Sohn die Hochzeit aus – keine kleine Familienfeier, sondern ein Bankett, das den Wiener Opernball in den Schatten stellt und aussehen lässt wie eine Grillparty...
Wege zu den Menschen Neulich war ich im Religions unterricht einer 11. Klasse dabei. Der Lehrer fragte in die Runde: „Wie seht ihr die Christen? Welche Vorbehalte habt ihr?“ Spontan meldete sich eine Schülerin und sagte nur: „Cliquenbildung“. - Dieses Mädchen hat eins unserer Probleme benannt. Wir Christen igeln uns häufig ein; wir lassen die Menschen um uns herum kaum Einblick nehmen in unser persönliches Leben, unser Glaubensleben und in unser Gemeindeleben. Wie überwinden wir die Isolation, in der wir als Christen und Gemeinden häufig stehen?