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Ich habe mich entschieden und sage – vielleicht!

Warum Verbindlichkeit so schwer ist und wir sie trotzdem brauchen: Ich bin ein Kind meiner Generation. Generation Y. Generation Maybe. Die „Ich-bin-bis-zum-Verrecken-spontan“-Generation. Für eine Tasse Kaffee treffe ich sieben Entscheidungen: Kleiner Kaffee, schwarz, mit Milch, Soja- und fettarm, mit Kakaopulver, ohne Coffein. Zwänge sind Out. Für mich wurde die Militärpflicht abgeschafft, vielleicht folgt bald die Rechtschreibpflicht, jeder soll sich entfalten, wie er will. Aber ich bin auch Mitarbeiter in unserer Gemeinde. Kinderstunde, Mädelstreff, Studentenkreis. Organisiere Events für unsere Jugend. Und da stehe ich plötzlich auf der anderen Seite. Will planen, aber keiner macht mit – falls doch noch ein besseres Angebot kommt. Da steht dann drei Tage vor dem Jugendurlaub immer noch nicht fest, wer mitkommt ... Sara Kreuter über eine anstrengende Herausforderung ihrer Generation.

Kraftlos? Von wegen! Wie das Evangelium das Leben wertvoll machte

Als die ersten Christen Jerusalem verließen und mit dem Evangelium durch das römische Reich zogen, kamen sie auch in die Hauptstadt Rom. Die Zustände in Jerusalem waren aber nicht vergleichbar mit den ethischen Verhältnissen, die die Christen im Machtzentrum Rom erlebten. Die religiösen Vorstellungen vermittelten keine Ethik. Das Leben eines Menschen zählte wenig. Das Leben eines Sklaven, Gefangenen oder Sträflings gar nichts. Daran konnten die Christen direkt nichts ändern. Aber ihr verändertes Leben, ihre neue Ethik und schließlich die Glaubensüberzeugungen einzelner Kaiser haben die römische Gesellschaft gründlich umgekrempelt...

Gottes Gnadenkette (Leseprobe)

Ein aktueller deutscher Kinofilm stellt diese Frage: Was bin ich wert? Erschreckende Aussagen kommen ans Tageslicht: Der „Materialwert“ eines Menschen beträgt rund 1.500 €. Versicherungen und das Gesundheitssystem berechnen den „Wert eines Menschen“ in harter Währung: Zahlt es sich aus, bei einem alten Menschen eine teure Behandlung oder Operation vorzunehmen – oder rechtfertigt die verbliebene Lebenserwartung die Kosten der Behandlung vielleicht doch nicht mehr? - Wert ist ganz allgemein immer eine Frage der Definition. Was ist wertvoll?

Liebe ist kein Argument

Kann man mit Liebe etwas rechtfertigen, was an sich nicht in Ordnung ist? Heute wird vielfach so argumentiert: Wenn etwas aus Liebe geschieht, dann ist es in Ordnung. Das Mittel heiligt den Zweck, denkt man. Aber das ist falsch gedacht, wie dieser Artikel zeigt. Denn Liebe an sich ist kein Argument für irgendetwas. Der Wert der Liebe ergibt sich aus der Sache, die geliebt wird.

Was ist Toleranz? Respekt und Achtung zwischen Gleichgültigkeit und Gewalt

Toleranz“ ist einer der höchsten Werte unserer Zeit – und das nicht ohne Grund, denn ohne Toleranz ist ein friedliches gesellschaftliches Miteinander undenkbar. Jedoch hat sich im Verständnis von Toleranz in den letzten Jahres etwas verschoben. Einst stand Toleranz für Respekt für die Person des anderen, obwohl wir seine Meinung nicht teilen. Heute wird Toleranz häufig als Akzeptanz verstanden: Alle Meinungen sind gleichwertig ...

Jesus Christus Friedefürst?

Wie konnte es in einem so stark christlich geprägten Land wie Ruanda in Afrika zu diesem schrecklichen Völkermord kommen? Wieso kam es im Zuge der Christianisierung Europas zu den vielen grausamen Pogromen an Juden? Was machen wir mit der Verheißung „Frieden auf Erden“, die mit der Geburt Jesu ausgesprochen wurde (Lukas 2,14)? Der folgende Artikel macht es uns nicht einfach – weil es nicht einfach war und nicht einfach ist. Denn „der Friedefürst ist Zukunft“, sein „Reich ist nicht von dieser Welt“...