Mitarbeiterschulung auslagern

Verschiedene Ausbildungsmodelle

Mitarbeiter beraten und begleiten

  • Was sind die Ziele einer Person? Danach richten sich Art und Dauer der Schulung/Ausbildung.
  • Die mittel- und langfristige Lebensplanung berücksichtigen – je länger eine geplante Ausbildung, desto klarer sollte das Ziel von Gott her sein.
  • Helfen, Ziele und geistliche Ausrichtung der jeweiligen Organisation zu checken und mit den eigenen Überzeugungen zu vergleichen.
  • Über die Kompatibilität mit der bisherigen Heimat-Gemeinde nachdenken.
  • Noch-nicht-Lernwillige mit einem low-Level Einstieg (z.B. ein Wochenend-Seminar) motivieren. Das kann das eigene Leben und die Arbeit in der Ortsgemeinde ungemein befruchten!
  • Geschwistern in längeren externen Ausbildungsabschnitten Begleitung durch eine erfahrene Person der Heimatgemeinde anbieten.
  • Auf jeden Fall sollten Geschwister bei ihrem Wiedereinstieg beraten und ermutigt werden.

1. Mitarbeiter-Seminare, Bibelfreizeiten, Konferenzen, Kongresse

Ziele:

  • Punktuelle Befähigung und Motivation von Mitarbeitern
  • in verschiedenen evangelistischen und Gemeindearbeiten
  • Bildung von Netzwerken und gegenseitige Hilfe

Eine Bandbreite von Angeboten für verschiedene Zielgruppen finden sich hier.

2. Berufsbegleitende Ausbildung von Mitarbeitern

Ziele:

  • Systematische und umfangreiche Schulung
  • Befähigung von ehrenamtlichen Mitarbeitern

Manchmal als Fernkurs oder in Kombination möglich. 1-3 Jahre, verbindlich.
Immer mehr theologische Ausbildungsstätten, aber auch Gemeindenetzwerke, bieten flexible Schulungswege für nebenberufliche Ausbildung an.

Zum Beispiel:

  • Samstags-Bibel-Seminar (SBS) in verschiedenen Regionen, z.B. in Trier / Franken
  • Training für Mitarbeiter (Bibelkunde / Praxis / Bibelstudium) des Evangelium-für-alle-Gemeindenetzwerks
  • www.biblicaltraining.org (Online-Kurse bekannter evangelikaler Bibellehrer / Dozenten / Gemeinde- und Missionsleiter auf Englisch)

3. Gemeindebasierte Mitarbeiter-/Leiterschulungen

Ziele:

  • Befähigung von ehrenamtlichen und vollzeitlichen Mitarbeitern
  • zur Mitarbeit in Gemeinden und Gemeindegründungen

Inhalte:

  • Systematische und spontane Schulung
  • Biblische Lehre und viel praktische Mitarbeit in allen Gemeindebereichen
  • Mentoring

Meist 1 Jahr, aber auch flexibel als Praktikum angeboten.

4. Bibelschulen und theologische Seminare

Ziele:

  •   Ausbildung zum Missionar, Referent, Mentor
  •   für vollzeitlichen Dienst hauptsächlich, aber auch teilzeit / ehrenamtlich
  •   grundlegende theologische Ausbildungen

Inhalt:

  • Vollzeitunterricht (meist begleitet von Mentoring)
  • Praktika

Infos zu über 40 Theologischen Ausbildungsstätten im Vergleich bei Netzwerk-m.

5. Kurzbibel- / Jüngerschaftsschulen

Ziele:

  •   In der Beziehung mit Jesus wachsen
  •   Bibel besser verstehen
  •   von Jesus weitersagen
  •   Orientierung für’s Leben (viele wissen noch nicht, was sie machen sollen)

Keine Berufsausbildung, sondern Lebensschule! Für Jugendliche und junge Erwachsene.

Zum Beispiel:

  • Das Jüngerschaftsjahr des Christlichen Bildungszentrums Erzgebirge
  • Orientierungsjahr in Korntal – besonders gut für junge Leute, die aus dem Ausland zurückkommen (z.B. Missionarskinder)

6. Duale / berufsbegleitende Ausbildungen

= Azubi in Gemeinde/Mission

  •   Bewerbung bei Missionswerk, parallel dazu Bibelschule
  •   auch parallel zum Gemeindeeinsatz möglich
  •   Ausbildungsgehalt

7. Missions-Schulen/-Akademien

Ziel:

  •   Die Botschaft von Jesus in einer anderen Kultur weitergeben.

Philosophie:

  •   Ausbildung durch Missionare
  •   meist dual (Kurse in der Heimat oder im Einsatzland, Einsätze vor Ort)
  •   Theorie und Praxis (Anwendbarkeit in der anderen Kultur betont)

= Missionswerk + Fachschule  => Erfahrung + Reflexion  => Charakterbildung + Wissen

Inhalte:

  •   Bibelkenntnis + Persönlichkeit
  •   Fähigkeiten + Methoden für kulturrelevante Missionstätigkeit, Diakonie und Gemeindebau
  •   Wir lernen aus der Bibel, wie man Mission macht.
  •   Antworten auf heutige Fragen finden

Lernformen:

  •   Formales + nicht-formales + informelles Lernen

Zum Beispiel:

  • Ethnos360 (früher: New Tribes Mission)
  • Akademie für Weltmission (AWM) in Korntal (bieten akademische Studiengänge, aber auch Seminare zur Weiterbildung für Mitarbeiter in Deutschland und im Ausland, oft unterrichtet von evangelikalen Missionaren)

8. Hochschulen

Ziel:

  • Vollzeitlichen Dienst

Abschlüsse:

  • B.A.: 3/4 Jahre, M.A.: 1/2 Jahre, zusammen immer 5 Jahre
  • Staatlich anerkannt
  • auch in anderen Fächern, z.T. in Kombination mit Theologie: Soziale Arbeit, Religion-/Gemeindepädagogik, Musik, etc.
  • Manchmal auch individuell angepasstes Studium ohne Abschluss möglich.

Zum Beispiel:

(Struktur nach einem Seminar auf der JuMiKo in Stuttgart)