Wie Gott überzeugt

Sehr wertvoll – so lässt sich wohl das Gemeindepraktiker-Seminar unter dem Thema „Wie Gott überzeugt“ kurz zusammenfassen. Dazu trafen sich Anfang Februar in Zavelstein gut 60 Geschwister aus verschiedenen Gemeinden, um gemeinsam anhand von Bibelarbeiten zu Apostelgeschichte 17, Seminaren und persönlichem Austausch über Gemeindearbeit nach neutestamentlichem Vorbild nachzudenken.

Zu Beginn verdeutlichte Marco Vedder anhand Apostelgeschichte 17, 1-15, wie wir mit der Bibel überzeugen können und wie wichtig es ist, der Wirksamkeit der Schrift zu vertrauen.

Die Botschaft der Apostelgeschichte arbeitete Lothar Jung in seinem Überblick zu den Kapiteln 1-16 eindrucksvoll heraus, sodass der Gesamtzusammenhang deutlich wurde.

Samstagnachmittag wurden Seminare zu Themen wie: „Hilfreiche Rückmeldung geben im Gemeindealltag“, „Das Evangelium im Koran“, „Als Ehepaar gemeinsam Gott dienen“, „Wie Gott Menschen in evangelistischen Hauskreisen überzeugt“ und „Wenn wir als Mitarbeiter ausgepowert sind“ angeboten. Die Vielfalt der Themen machte es nicht leicht, sich für ein Seminar zu entscheiden und ihre Relevanz für unser Leben zeigte sich auch in der Tatsache, dass die dafür vorgesehene Zeit voll ausgenutzt wurde.

Über das traurige, aber leider auch wichtige Thema des geistlichen Missbrauchs in Gemeinden sprach Wolfgang Seit klar, offen und – trotz des negativen Aspekts – auf ermutigende Art und Weise.

Zum Abschluss verdeutlichte Erik Junker anhand Apostelgeschichte 17, 16-34 die Wichtigkeit, dass wir Christen unser Umfeld kennen um das Evangelium zu verkünden. Wir sollen nicht nur reden, sondern vor allem auch zuhören und die persönliche Bedeutung von Jesus herausstellen.

Neben dem umfangreichen und wertvollen Input blieb jedoch auch Zeit, um z.B. bei einem Spaziergang die nähere Umgebung zu erkunden, das Gehörte zu verarbeiten und den persönlichen Austausch zu vertiefen. Trotz der vielfältigen Programmpunkte wurde aber auch spontan persönlichen Anliegen Raum gegeben und es war schön zu sehen, wie Geschwister unterschiedlichen Alters aus verschiedenen Gemeinderichtungen einmütig im Gebet vor Gott einstehen und ihn loben – so wurde gelebte Einheit, die Gott durch seinen Heiligen Geist in uns wirken möchte, sichtbar. Da wundert es nicht, dass bei der Feedbackrunde seitens der Teilnehmer auch der Wunsch nach Verlängerung geäußert wurde. Und hoffentlich sehen wir uns dann, so Gott will, nächstes Jahr in noch größerer Runde.