Von Pionieren des Glaubens lernen: Werner Heukelbach

Das Ziel war immer wieder das gleiche: „Seelen für Jesus und nur für Jesus zu gewinnen.“ Das steht Werner Heukelbach stets vor Augen, nachdem er sich für ein Leben mit Jesus Christus entschieden hat.

„Es kann keinen Gott geben.“

Werner Heukelbach wird 1898 als eines von acht Geschwistern geboren. Schon früh muss er im elterlichen Haus anpacken. Mit 13 Jahren arbeitet er halbe Tage in einer Textilfabrik, weil der Lohn seines Vaters nicht ausreicht. Mit 15 Jahren ist er in einem Steinbruch beschäftigt, als 16-Jähriger geht er mit Erlaubnis seiner Eltern zur Deutschen Reichsbahn. Der Kriegsdienst hinterlässt tiefe Spuren bei ihm. Er ist gerade einmal 18 Jahre alt, als er einberufen wird. Mehrere Monate muss er im Lazarett verbringen, weil er an einer Herzmuskelschwäche erkrankt. Oft muss er über Gott nachdenken, aber er verschließt sein Herz.

„Es war mir so groß und fast unfassbar: Jetzt ist dieser Heiland der Welt dein Heiland!“

Zurück aus dem Krieg, genießt er sein ungebundenes Leben. In Kneipen und Tanzlokalen ist er zu Hause. Hinzu kommt noch das Kartenspielen. Den letzten Rest seines Kinderglaubens wirft er über Bord und wird zum Gottesleugner. Doch Gott schickt ihm immer wieder Menschen über den Weg, die ihm von Jesus Christus erzählen. Diese Begegnungen werden zu wichtigen Bausteinen für sein weiteres Leben. Nach einem inneren Kampf, begleitet von Selbstmordgedanken, entscheidet er sich während einer Evangelisationsveranstaltung für ein Leben mit Jesus Christus.

„Herr, lass mich doch Evangelist werden!“

Sein Herz wird mit Frieden und Freude erfüllt. Sein Eifer für das Evangelium lässt ihn kreativ werden, um an jedem Ort die gute Botschaft zu hinterlassen. So heftet er einmal, als er an einem Hochsitz vorbeikommt, einen kleinen Zettel ans  Holz. Darauf steht: „Wo wirst du die Ewigkeit verbringen?“ Er versorgt die umliegenden Dörfer mit christlicher Literatur und hält Vorträge in Häusern oder dicht gefüllten Sälen.

Schließlich reift in ihm der Gedanke heran, in einem eigenen Zelt von Ort zu Ort zu ziehen. Er ist überzeugt: Die Menschen kommen dort lieber hin als in eine Kirche oder einen Saal. Da er aufgrund seiner Herzkrankheit bereits mit 35 Jahren pensioniert wird, kann er sich ganz dieser neuen Leidenschaft widmen. Um auf die Zeltveranstaltungen aufmerksam zu machen, lässt er gedruckte Einladungszettel an alle Haushalte in der jeweiligen Stadt verteilen. Den Nationalsozialisten allerdings ist sein Wirken ein Dorn im Auge: Sie verwarnen ihn und erteilen ihm später sogar absolutes Redeverbot.

„Gerade du brauchst Jesus!“

Nun will er noch mehr Literatur verfassen und drucken lassen. Er wirbt Leute an, die beim Verteilen helfen. Aus diesen kleinen Anfängen entsteht ein großes, weltweites Werk der Schriftenmission, das viele deutschsprechende Menschen in aller Welt erreicht. Trotzdem sucht er weiter nach neuen Kanälen, um das Evangelium an die breite Masse weiterzugeben. Die Pressemission wird ins Leben gerufen. Millionen von Zeitungsbeilagen werden mit einer klaren biblischen Botschaft veröffentlicht: „Gerade du brauchst Jesus!“ Hinzu kommt die Rundfunkmission. Man ist an ihn herangetreten mit der Bitte, auch über das Radio die gute Botschaft zu verbreiten. Nach 24 Stunden Bedenkzeit sagt er zu. Etliche Menschen, bis ins Ausland hinein, hören seine Andachten. 1946/47 mietet er ein Haus in Wiedenest an und gründet einen gemeinnützigen Verein. Hunderte Millionen Hefte und Handzettel haben seitdem das Haus des Missionswerks verlassen. In über 100 Ländern, in denen deutschsprachige Menschen leben, ist der Name Heukelbach ein Begriff.

„… Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“

Am 5. Februar 1968 stirbt Werner Heukelbach. Das Leben des früheren Gottesleugners, der mit Leib und Seele zum Evangelisten wurde, geht zu Ende. Über die Jahrzehnte hinweg führen mehrere Brüder die Arbeit im Sinn des Gründers weiter. Im Laufe der Zeit haben sich Mittel und Wege, Menschen zu erreichen, verändert. Durch das Nutzen von Medien wie Flyern und Infoheften, Radiosendungen, Bibelkursen, sowie Blogbeiträgen und Videos im Internet möchte das Missionswerk Menschen aller Altersgruppen erreichen. Gemeinden vor Ort sollen ermutigt werden, von Jesus Christus zu erzählen und werden durch Evangelisationen, Seminare oder Beratung unterstützt. Auch die Seelsorge per Post oder Telefon ist ein wichtiger Arbeitszweig.

 

Über die vielen Jahre ist das Ziel des Missionswerkes dasselbe geblieben:

„Seelen für Jesus und nur für Jesus zu gewinnen.“

 

Informationen über die Angebote des Missionswerks unter www.heukelbach.org