Kannst du helfen?

Der Herr Jesus kam mit einer wichtigen Botschaft auf die Erde, die jeder hören sollte. „Und es geschah danach, dass er nacheinander Stadt und Dorf durchzog, indem er predigte und das Reich Gottes verkündigte“ (Lk 8,1). War er allein, als er diese Botschaft weitergab? Nein! Wir lesen, dass er Helfer hatte: „Und die Zwölf waren bei ihm, und einige Frauen“ (Lk 8,1.2). Wir wissen, dass der Herr Jesus dann auf wunderbare Weise Fisch und Brot vermehrte, doch das war nicht seine übliche Weise, die leiblichen Bedürfnisse derer zu stillen, die ihn umgaben. Unter ihnen befanden sich einige sehr dankbare Personen, „die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren“ (Lk 8,2). Diese Frauen halfen mit und unterstützen sie mit ihren eigenen Mitteln.

Christliche Leiterschaft ist ein Geschenk Gottes (Röm 12,8). Leiter können Ideen weitergeben, eine gute Vorgehensweise vorschlagen oder eine gute Struktur für sinnvollen christlichen Dienst entwerfen. Doch ohne Helfer kommen sie nicht sehr weit! Der Apostel Paulus war ein Mann voller Energie, ansteckender Begeisterung, und begabt mit einer großen Vision. Auch er brauchte Helfer! Einige sind mit Namen genannt wie Timotheus und Erastus (Apg 19,22) und Phöbe, Priszilla und Aquila (Röm 16,1–3). Tertius half Paulus mit seinen Fähigkeiten als Sekretär, Gajus mit seinem Haus und seinen Ressourcen (Röm 16,22.23). Die Gemeinde in Korinth half Paulus, indem sie für ihn betete (2Kor 1,11). Die Mutter des Rufus muss eine ganz besondere Frau gewesen sein. Paulus sagt, dass sie ihm half, indem sie ihm eine Mutter war (Röm 16,13). Örtliche Gemeinden und christliche Dienste brauchen mehr von diesen warmherzigen, fürsorgenden „Müttern“! In den verschiedenen Aufzählungen der Gaben finden wir auch „Hilfeleistungen“ und die Gabe der „Leitung“ (1Kor 12,28). Kannst du helfen? Hilfst du? Möchtest du helfen?

Manchmal sind wir berufen allein zu arbeiten. Doch in der Regel wirkt der Herr durch eine Gruppe von Leuten; jede Person bringt dabei ihre eigene Persönlichkeit, ihre Erfahrungen, Begabungen und Fähigkeiten ein. Wir Christen dienen dem Herrn als Glieder eines Leibes – eines Leibes, dessen „Haupt“ Christus ist. Das garantiert, dass jede Person, jede Funktion und jede Aufgabe ihre Würde und Bedeutung hat. Die Ziele Christi sind erreicht, wenn jeder Teil seine Aufgabe erfüllt (Eph 4,15.16). Was ist deine Aufgabe? Tust du sie? Tust du sie mit Freuden?

Wir alle können auf unterschiedliche Weise helfen. Durch Gebet (Röm 15,30), durch Geben (2Kor 9,2), durch Ermutigung (2Kor 7,13) und dadurch, dass wir uns einem Team anschließen und anfangen zu arbeiten (Röm 16,12). Manchmal bemerkt niemand, was wir tun. Im Lauf der Jahre vergessen wir selbst vieles, was wir haben getan. Doch…

 „… Gott ist nicht ungerecht, euer Werk zu vergessen und die Liebe, die ihr zu seinem Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen gedient habt und dient. Wir wünschen aber sehr, dass jeder von euch denselben Eifer um die volle Gewissheit der Hoffnung bis ans Ende beweist“ (Heb 6,10.11).

Erfreue dich daran zu helfen! Gib nicht auf! Es lohnt sich!