„Erste Hilfe“ zur geistlichen Wundversorgung

1.  Ruhe bewahren.

„Seid stille und erkennet, dass ich Gott bin!“ (Psalm 46,11) Jede Hektik verschlimmert die Wunde nur.

2.  Mit Verständnis die Wunde verbinden.

Wie kam es zu dem Vorfall? Hätten Sie ihn vermeiden können? Wie fühlt sich der andere? Was, wenn die Rollen vertauscht wären?

3.  Die Wunde gründlich mit Freundlichkeit auswaschen.

Dabei darauf achten, dass aller Ärger und alle Unversöhnlichkeit entfernt werden.

4.  Anschließend reichlich Nächstenliebe-Salbe auftragen.

Dadurch schützen Sie sich vor Groll- und Bitterkeitsinfektion.

5.  Jetzt das Ganze mit einem Verband der Vergebung umwickeln.

Dadurch kann die Wunde ausheilen, ohne dass Sie sie jeden Tag sehen müssen.

6.  Nicht am Wundschorf kratzen!

Den Vorfall nicht zur Sprache bringen, da sonst die Wunde wieder aufbricht und es zu Infektionen kommen kann (siehe oben unter 4), die tödlich enden könnten.

7.  Selbstmitleid vermeiden!

Selbstmitleid ist auch unter dem Begriff „Entzugsschmerzen“ bekannt, denn man zieht sich dabei von den anderen, insbesondere dem Verursacher der Wunde, zurück. Das beste Gegenmittel: Entschuldigungen annehmen.

8.  Einnehmen: Mehrmals täglich das Wort Gottes.

Dabei vor und nach der Einnahme beten. Das Medikament hat eine ausgeprägt beruhigende und schmerzstillende Wirkung.

9.  Stets in engem Kontakt mit dem großen Arzt bleiben.

Er wird Ihnen während der Genesung die nötige Kraft, Freude und inneren Frieden geben.

10.  Die Heilung ist abgeschlossen,

wenn der Patient wieder in voller Gemeinschaft und Harmonie lebt, insbesondere mit dem Verursacher der Wunde (*).

 

(*) Im Falle von z.B. Missbrauch und Vergewaltigung gibt es hier möglicherweise Einschränkungen, was eine Kontaktaufnahme mit dem Verursacher angeht.