Jüngerschaft

Nie wirklich mit der Teilung abgefunden

"Als ein großer Teil meiner Familie 1953 in den Westen nach Recklinghausen zog, blieb ich in der DDR, weil hier Pastoren dringender gebraucht wurden als im Westen. Wir wussten uns hier auf unserem Platz, doch wirklich abgefunden mit der Teilung Deutschlands haben wir uns nie. Und es blieb schwer, denn die DDR isolierte sich immer weiter von der freien Welt. Wir sahen keinen Weg, dass das einmal anders werden könnte. Dann aber kamen die Montagsdemonstrationen, schon jahrelang vorbereitet durch die Friedensgebete in den Kirchen. Sie begannen mit Gebet und hörten auf den Ruf: „Keine Gewalt!“ Die Dinge begannen sich zu ändern..." Uwe Holmer über Mauern und Wunder, Revolutionen und die Auswirkungen, wenn Christen als Nachfolger Jesu leben.

Von Pionieren des Glaubens lernen: Anton Schulte

"Was mich an ihm beeindruckte: Seine nüchterne, ungesetzliche Verkündigung; sein unbeirrbarer Mut, Neues zu wagen; oder sein von Gottes Geist geläuterter, westfälischer Dickkopf - von Gott Erkanntes ganz praktisch, einfach, ohne Pathos, in die Tat umzusetzen, ohne Rücksicht auf die letzten Zauderer, Meckerer und Besserwisser, aber immer mit den Brüdern und Schwestern aus den Kirchen und Gemeinden..." Ein langjähriger Weggefährte und Freund erinnert sich an Anton Schulte, den "Billy Graham Deutschlands" (1925-2010).

Megatrend: Mystik und Spiritualität

Spiritualität ist eine auf Geistliches ausgerichtete Haltung, die sich nicht mit einer materialistischen Weltsicht begnügen will. Spiritualität rechnet mit einer jenseitigen, geistigen Realität und integriert diese in die Aspekte des Alltagslebens. Mystisch-spirituelle Frömmigkeit konzentriert sich zumeist auf das Emotionale, auf das eigene Innenleben. Oftmals werden diese Erfahrungen als Ausgleich oder Ergänzung einer sonst eher gefühlsarmen, berechenbaren und rationalen Alltags- und Berufswelt begriffen. Hier zeigt sich eine tiefe Sehnsucht nach mehr, nach Echtheit und Authentizität. Mystisch-spirituelle Theologie will Gott nicht auf dem Weg des Denkens und der Erkenntnis finden, sondern durch Erfahrungen und Gefühle...

Von Pionieren des Glaubens lernen: Werner Heukelbach

Das Ziel war immer wieder das gleiche: „Seelen für Jesus und nur für Jesus zu gewinnen.“ Das steht Werner Heukelbach stets vor Augen, nachdem er sich für ein Leben mit Jesus Christus entschieden hat. „Es kann keinen Gott geben.“ Werner Heukelbach wird 1898 als eines von acht Geschwistern geboren. Schon früh muss er im elterlichen Haus anpacken. Mit 13 Jahren arbeitet er halbe Tage in einer Textilfabrik, weil der Lohn seines Vaters nicht ausreicht. Mit 15 Jahren ist er in einem Steinbruch beschäftigt, als 16-Jähriger geht er mit Erlaubnis seiner Eltern zur Deutschen Reichsbahn.

Wie Gott überzeugt

Sehr wertvoll – so lässt sich wohl das Gemeindepraktiker-Seminar unter dem Thema „Wie Gott überzeugt“ kurz zusammenfassen. Dazu trafen sich Anfang Februar in Zavelstein gut 60 Geschwister aus verschiedenen Gemeinden, um gemeinsam anhand von Bibelarbeiten zu Apostelgeschichte 17, Seminaren und persönlichem Austausch über Gemeindearbeit nach neutestamentlichem Vorbild nachzudenken.

Ein kurzes Leben (1) – Avicii

"So lehre uns denn zählen unsere Tage, damit wir ein weises Herz erlangen!" - Was ist, wenn du nicht älter wirst als Jesus wurde? Woran werden sich die Leute erinnern? Und was, wenn es nicht dich, sondern einen deiner Freunde so früh "erwischen" würde? - Zwei Männer starben in den letzten Monaten mit 28 bzw. 34 Jahren: Avicii und Nabeel Qureshi. Beide waren sehr begabt und lebten sehr intensiv. Damit erschöpfen sich aber auch schon die Gemeinsamkeiten. Was aus ihrem Leben kann dein Herz weiser machen? - Hier ein persönlicher Rückblick auf Avicii.

Dürfen wir Ehre für uns beanspruchen?

Einen Menschen zu ehren bedeutet, dass ich ihn als ehrenwerte Person wahrnehme und wertschätze, dass ich ihm Respekt entgegenbringe. Als solche, die im Bilde Gottes geschaffen sind, haben wir allen Grund, einander wertzuschätzen, besonders als erlöste Kinder Gottes. (Unsere Gesellschaft ist jedoch vom Gegenteil geprägt, von Egoismus, Überheblichkeit und der Missachtung anderer.) Ehre beanspruchen dagegen kann der, der die Macht hat, Ehre zu fordern. Das jedoch lehnt die Bibel entschieden ab...

„Ehre, wem Ehre gebührt“

Der Ehrbegriff fristet in unserer Gesellschaft ein recht kümmerliches Dasein. Teilweise hält man ihn für antiquiert, und andererseits gilt er durch sträflichen Missbrauch in der Ära der Zeit von 1933- 1945 als immens belastet. Der Ehrbegriff trifft im Allgemeinen auf eine Person von wesentlich höherem Alter oder Rang zu, die diesen Ansprüchen in größtmöglicher Ausstrahlung und erkennbarer Darstellung genügt. Wem gebührt aber sie?

Luther und die Ehre Gottes

Die Wahrheit erhellt den Blick – auf alles, auch auf Gott! Als Luther den Kern des Evangeliums neu entdeckte und dann auch für andere entfaltete, bewirkte dies eine erweiterte und klarere Sicht von Gott. Daraus entstand bei Luther eine tiefe Dankbarkeit und das unmittelbare Bedürfnis, beständig Gott zu loben und zu rühmen für das, was er ist, und für das, was er für die Menschen getan hat. - Im letzten Schritt dieser Serie zum 500. Jahrestag der Reformation wollen wir erneut dem folgen, was Luther in seinen Schriften festgehalten hat...