„Herzlich Willkommen!“ – Der Moderator als Gastgeber der Gemeinde

I. Die Aufgabe und Rolle des Moderators

Der Moderator ist der Gastgeber des Gottesdienstes:

Wie bei einer eigenen Feier zu Hause sollte es dir ein Anliegen sein, dass sich alle wohl und willkommen fühlen. Als Gastgeber repräsentierst du die Gemeinde und prägst die Stimmung. Du siehst die verschiedenen Besuchergruppen und kommuniziert insbesondere für Gäste verständlich. Du verbindest die verschiedenen Programmelemente und informierst die Gottesdienstbesucher. (1)

Das Ziel der Moderation ist:

  • Alle Besucher fühlen sich wohl & willkommen

    Du begrüßt und verabschiedest sie freundlich. Weil du sie durch’s Programm führst, wird ihnen Sicherheit vermittelt und auch Gäste wissen, was sie erwartet.

  • Sie erleben Gemeinde als Gemeinschaft

    Du vermittelst ihnen Einblicke in das, was sich in der Gemeinde bewegt. Auf der persönlichen Ebene kommen die Einzelnen durch Geburtstagsgrüße vor und auch Persönliches wie Geburten, Krankheiten etc. werden thematisiert. Auf der gemeindlichen Ebene werden immer wieder Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche gegeben – durch Bilder, Interviews, …

  • Sie erleben eine reibungslose Veranstaltung

    Wenn das Mikro nicht angeschaltet ist, der Beamer erst eingestöpselt werden muss oder das Musikteam noch Lieder raussucht, führt das zu Störungen, die vom Eigentlichen ablenken: der Begegnung mit Gott. Deswegen sorgst du als Moderator für eine möglichst ablenkungsfreie Atmosphäre. Dazu sprichst dich mit dem Prediger, dem Musikteam und den Technikern ab.

Unsere Moderation ist …

  • vorbereitet & spontan

    „Wir bereiten uns vor, als ob es keine Spontanität gebe. Wir sind so spontan, als ob es keine Vorbereitung gebe.“ Eine gute Moderation macht man „nicht nebenbei“. Es ist wichtig, sich im Vorfeld gut zu informieren und den Ablauf zu überlegen. Während der Moderation ist es dann wichtig, spontan agieren zu können.

  • geistlich

    „Wir sind Jesus näher als unseren Moderationskarten.“ Wir wollen uns von Gott leiten lassen und nicht einfach eine Aufgabe erledigen.

  • prägend

    „Sei kein Thermometer, sei ein Thermostat.“ Als Moderator hast du die Möglichkeit, die Stimmung des Gottesdienstes zu prägen. Diese Chance wollen wir nutzen!

II. Moderation praktisch

Gliederung der Moderation:

Begrüßung ­­Sei herzlich und begrüße bewusst!
Geburtstagsgrüße Uns ist es wichtig, dass das Leben der Geschwister im Gottesdienst auftaucht. Deswegen gratulieren wir auf eine persönliche Art zum Geburtstag.
Geburtstagslieder
Verabschiedung der Kinder
Ansagen Uns ist es wichtig, dass die Geschwister gut informiert sind. Halte die Ansagen präzise, kurz und knapp, damit die Aufmerksamkeitsspanne hoch ist! Betone die Vision vor der Information. Warum machen wir etwas vor: was wird gemacht. Das motiviert!
Gebetsgemeinschaft Hinführende Worte zur Predigt und Einladung zur Gebetsgemeinschaft!
Predigt %
Nach der Predigt [In Absprache mit dem Prediger: noch ein Liedwunsch, Zeit der Stille, …] Greife die Predigt mit einem Satz auf. Lade zur Gebetsgemeinschaft ein. Danach kannst du freundlich verabschieden und zum gemeinsamen Kaffeetrinken einladen.

 

Die Gliederung deiner Moderation mit allen Ansagen sollte schon am Anfang der Woche an das Ältesten-Team geschickt werden, damit ggf. Themen und Termine ergänzt werden können.

Weitere Tipps:

  • Schaffe gute Übergänge zwischen den einzelnen Elementen.
  • Meistere die Spannung: Vermittle auf der einen Seite kein „internes Gefühl“, so dass Gäste sich unwohl fühlen – gestalte den Gottesdienst jedoch familiär, damit sich die Geschwister wiederfinden.
  • Benutze keine „kanaanäischen“ Ausdrücke, damit dich jeder versteht und niemand ausgegrenzt wird.
  • Verknüpfe die Moderation mit dem Thema der Predigt.
  • Dein ganzes Erscheinungsbild kommuniziert mit: Achte auf Kleidung, Gestik und Mimik.
  • Nimm Pannen und Fehler mit Humor. Wenn etwas nicht funktioniert, weise nicht extra darauf hin, sondern mache locker weiter.
  • Jedes Mal ein bisschen besser! Lass dir Feedback geben, damit du auch diese Aufgabe immer mehr zum Segen für Anderen einsetzen kannst.

 

(1) Es lohnt sich übrigens auch weiterzulesen, wenn du aus einer Gemeinde kommst, in der lediglich jemand „den Rahmen macht“. Viele Gedanken gelten genauso für Veranstaltungen mit weniger Besuchern und Technik.

Quellen:

  • Der Moderationstrainer: Authentisch und wirkungsvoll moderieren – für Gottesdienste am Puls der Zeit (Detlev Reich)
  • Moderatorenschulung von ICF – Teachings: www.icf-teachings.com