Jüngerschaft

Von Plänen und Planänderungen

"Vor fünf Minuten hätte ich in Amsterdam im Flugzeug sitzen und nach Bogota (Kolumbien) fliegen sollen - aber ich musste die Reise absagen. Meinen Frust lenkte ich mit dem Schreiben dieses Artikels in eine positivere Richtung. Vielleicht können meine Gedanken jemanden ermutigen, der gerade mit Planänderungen oder Rückschlägen zu kämpfen hat!" - Philipp Nunn über Gedanken und Gefühle, wenn Pläne sich ändern (müssen).

Freudenkiller

Freude ist die Atmosphäre, die zu einem echten, beständigen Leben im Herrn nötig ist. Ohne Freude schmeckt das volle Leben, zu dem Gott uns berufen hat, so fade wie eine Limonade, die nicht mehr sprudelt. Dennoch gibt es gerade für die Hirten und Leiter der Gemeinde vieles, was ihnen die Freude rauben will und kann. Ein Leiter ohne Freude aber inspiriert niemanden und gibt ein jämmerliches Bild von Christus-Ähnlichkeit ab. Wie können wir uns vor Freudlosigkeit schützen bzw. die Freude wieder finden?

Wie geht man als Christ mit dem Leid anderer um?

Während meiner Tätigkeit bei den Christlichen Seniorenhäusern in Lützeln habe ich bereits viele hundert Sterbefälle miterleben und begleiten dürfen. Die tägliche Konfrontation mit Krankheit, Schmerz, Trauer und Tod ist nahezu unvermeidbar. Unzählige Male habe ich versucht, den Trauernden und Leidenden in ihrer Not zu begegnen und ihnen Trost sowie Zuversicht zuzusprechen. Trotz aller Erfahrung hat sich bis heute kein "Schema" herauskristallisiert, das der gewaltigen Not im persönlichen Leid gerecht werden könnte. Immer wieder entdecke ich – gerade auch in dem Miteinander der Geschwister in Gemeinden – eine offensichtliche Ohnmacht gegenüber dem Leid meines Nächsten...

Nur der Glaube zählt

Krankheitsnot bricht herein. Sie belastet, nimmt den Betroffenen fast die Luft zum Atmen. Sie fühlen sich allein, hilflos. Wenn da nicht ihre einzige Hoffnung auf ihren Freund wäre. Doch sie erhalten keine Antwort auf ihren dringenden Ruf. Obwohl er um ihre Probleme weiß. Mit dem Eintritt des Todes scheint die Not endgültig den Schlussstrich ziehen zu wollen. Doch dann begegnen die beiden trauernden Hinterbliebenen Jesus und klagen ihm ihre ganze Not – „Warum? … Wenn du da gewesen wärest …“ –, während die „mitfühlenden“ Nachbarn ihn unverhohlen anklagen. Warum lässt ein liebender Gott das zu??

Bevor du gehst …

Es kommt immer wieder vor, dass Christen eine Gemeinde verlassen und sich einer anderen anschließen, oder zumindest darüber nachdenken - oft ohne Hilfestellung oder geistlichen Rat zu suchen. Es mag seltsam scheinen, aber Älteste können die Glieder ihrer Gemeinde auf eine solche Situation vorbereiten. Wenn ein möglicher Wechsel gründlich durchdacht wird, kann er wie ein Katalysator Wachstum bewirken - im Leben des einzelnen Gläubigen, im Leben der Gemeinde, oder in beiden.

„Blind date“ – Mal gespannt, wen wir heute kennenlernen!

"Ein- bis zweimal im Jahr laden wir alle Geschwister ein, jemanden anders aus der Gemeinde zum Essen einzuladen oder zu besuchen. Und weil wir die Beziehungen zwischen den Generationen und außerhalb des eigenen Freundeskreises fördern wollen, losen wir das aus. Man weiß also vorher nicht, bei wem man landet! Du bekommst eine Stunde vorher einen Anruf mit einer Adresse und darfst dich überraschen lassen, wer da wohnt. Oder du bist gespannt, wen du nach dem Klingeln vor deiner Haustür entdeckst...." - "Blind Dates" im Gemeindekontext: ein Interview über eine nachahmenswerte Idee!

Es ging mal wieder heiß her … Wenn Leiter nicht einig sind

"Leiter, auch Älteste, sind manchmal unterschiedlicher Meinung, das ist keine Überraschung – sonst müsste jeder sein Gehirn in ein Einmachglas stecken und es verschlossen halten, bis der Herr wiederkommt! Die Zusammenarbeit mit anderen ist eine Feuerprobe für geistliches Wachstum. Ihr wisst, dass geistliches Wachstum nie bequem ist. Sprüche 27 lehrt uns eine Weisheit, die uns in Konflikten helfen kann: 'Eisen wird durch Eisen geschärft, und ein Mann schärft das Angesicht seines Freundes' ...". Chuck Gianotti untersucht Ursachen für Auseinandersetzungen und gibt Hilfen zum konstruktiven Umgang damit - denn sie können sogar Gutes bewirken!

Hingabe: Weil alles andere Verlust bringt!

Während des Fußballpokal-Endspiels: Der geniale Pass seines Mitspielers gibt dem Stürmer die Chance, das entscheidende Tor zu erzielen. Wenn er seine ganze Schnelligkeit einsetzt, kann er den Ball erlaufen und braucht nur noch den Torwart auszuspielen. Doch was tut der Stürmer? Anstatt mit voller Geschwindigkeit durchzulaufen, bleibt er stehen. Er winkt den Zuschauern zu, lächelt und trabt dann weiter … Natürlich ist diese Szene nur ausgedacht. Denn jeder echte Sportler würde alle Kraft einsetzen, um die Chance zu nutzen. Wir Christen dagegen stehen in der Gefahr, solche Möglichkeiten verstreichen zu lassen, bei denen Gott uns im übertragenen Sinn „die Bälle zuspielt“!

Du kannst helfen!

Christliche Leiterschaft ist ein Geschenk Gottes. Leiter können Ideen weitergeben, eine gute Vorgehensweise vorschlagen oder eine gute Struktur für sinnvollen christlichen Dienst entwerfen. Doch ohne Helfer kommen sie nicht sehr weit! Selbst Jesus war nicht allein, als er seinen Dienst auf der Erde tat: "Die Zwölf waren mit ihm, und einige Frauen...". Der Apostel Paulus war ein Mann voller Energie, ansteckender Begeisterung, und begabt mit einer großen Vision. Aber auch er brauchte Helfer! In der Regel wirkt der Herr auch heute durch eine Gruppe von Leuten; jede Person bringt dabei ihre eigene Persönlichkeit, ihre Erfahrungen, Begabungen und Fähigkeiten mit ein. Kannst du helfen?

Jedem sein Kreuz!

„Größtmögliches Maß an Glück, die größtmögliche Summe an Lust für die größtmögliche Zahl an Menschen zu erreichen“ – das war die Devise des englischen Philosophen und Sozialreformers Jeremy Bentham (1748–1832). Seine Gedanken sind bis heute aktuell. Plante nicht auch der Kommunismus das Paradies auf Erden? Doch unsere Welt ist nicht heil. Warum änderte Jesus Christus nicht mit einem göttlichen Befehl alles Leid dieser Welt? - Spätestens seit Jesus Christus auf dieser Erde litt und schlussendlich durch sündige Menschen an das Kreuz genagelt wurde, müssen wir Leid total anders bewerten...