Gemeindegründungs-Tage Okt 2017

Vier unverlangt eingesandte Rückmeldungen / Berichte von Teilnehmern:

Erik Junker

Liebe Brüder,

herzlich grüße ich euch. Spontan und gerne will ich euch meine Eindrücke von den beiden Tage „Deutschland braucht neue Gemeinden“ schildern. Die Referate und Begegnungen mit  über 40  Brüdern und Schwestern im „Blaukreuz-Heim Holzhausen“ waren Balsam für meine Seele. Mein Herz ist voller Dank und Lob gegenüber unserem großen und wunderbaren Herrn Jesus. Diese Tage haben mir  wieder eine neue Perspektive für unser Land geschenkt. Ich hoffe und bete, dass es weitergeht und wir uns von unserem Herrn zu seiner Ehre und zum Wohl für unsere Glaubensgeschwister als auch für die Rettung von verlorenen Menschen gebrauchen lassen. Es ist eine große Herausforderung und eine ganze große Chance.

In diesem Sinne denke ich über mich ganz persönlich nach und bete  mit GL 507:

Vor mir  liegt nun deine Welt wie ein weites Erntefeld, doch so oft verschlafe ich die Zeit.
Herr, erwecke unser Land! Weck dein Volk, das du gesandt! Wecke mich! Vertreib die Müdigkeit.
Jesus leite mich mit deinen Augen! Ich will gehn, weil du mich gehen heißt.
Doch weil meine Kräfte nicht viel taugen, bitte ich um deinen starken Geist.

Euer Erik

Helena Hildebrandt

Deutschland braucht neue Gemeinden

Am 13.+14. Oktober 2017 war es soweit. Bei wunderschönem Wetter trafen sich -initiiert durch die Arbeitsgruppe Gemeindegründung in freien Brüdergemeinden Deutschlands- ca. 45 Gemeindegründer und Interessierte in der Familien-Ferienstätte Holzhausen um zwei Tage lang intensiv über das Thema Gemeindegründung in Deutschland nachzudenken.

Am Freitagmorgen um 10.00 Uhr saßen wir das erste Mal in dieser Runde zusammen und konnten gestärkt durch eine prägnante Andacht (E. Junker) beginnen.

Es wurde uns der Propheten Habakuk vor Augen geführt, der  eine Last für sein Volk hatte und die Not sah, in der es sich befand.

Diese bewegte ihn  zutiefst und er brachte sein Anliegen vor den Herrn. Mit dieser Einleitung wurde das Herzstück der Gemeindegründungsarbeit direkt angesprochen.

Wie in der kurzen Vorstellungsrunde klar wurde, verband alle Anwesenden eine Last und das Anliegen, unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in unserer unmittelbaren oder  weiteren  Umgebung mit dem Evangelium in Kontakt zu bringen und Menschen zu Jüngern zu machen.

Es folgten nun Referate zum Thema: „Gemeindegründung in Deutschland 1980 bis heute“(H. vor dem Berge) und „Wie aktuell Gemeinden in Deutschland entstehen“ (W. Klöckner), die durch einen Austausch und eine ausgiebige, ermutigende Gebetszeit abgerundet wurden.

Beide Themen zeigten auf, was Gott in den letzten Jahrzehnten deutschlandweit bewegt hat, und wie er durch eine Bandbreite an evangelikalen Gemeinden seine Gemeinde baut.

Schwerpunktmäßig wurde hier auch dargelegt, was wir von einzelnen Gruppen lernen können.

Der Tag wurde durch die Vorstellung einzelner Gemeindegründungsprojekte und gezieltem Gebet für die Teams  vervollständigt.

Motiviert ging es am Samstag weiter. In der Andacht (E.Junker) wurden wir ermutigt, mit unserer Last nicht „hausieren“ zu gehen, sondern in Anlehnung an Habakuk mit Gott um Menschen zu ringen, und so am Ende aus der Last, die wir vor Gott bringen, ein Loblied werden zu lassen!

W. Seit brachte uns anschließend in einem sehr persönlichen Referat die Inhalte nahe, die zur Vorbereitung auf Gemeindegründung (persönlich und als Team) wichtig sind.

Diese wurden durch  ein letztes Referat  von L. Jung und M. Vedder ergänzt.

Gefolgt von regem Austausch, gemeinsamem nachdenken über z.B. Schulungsprogramme und einer innigen, herzlichen Gebetszeit, ging die Veranstaltung zu Ende.

Die zielführende Begleitung/Moderation (M. Vedder) machten es möglich, dass in zwei kurzen Tagen eine Fülle von Themen, persönlichen Erfahrungen und Fragen zum Thema Gemeindegründung besprochen und effektiv geteilt werden konnten.

Der ehrliche und offene Umgang mit den Herausforderungen und Chancen wurde nicht ausgespart und machte sowohl die Referate, als auch die einzelnen Beiträge authentisch.

Auch gutes Essen und persönliche Gespräche kamen natürlich nicht zu kurz.

Erfrischt und gestärkt konnten wir wieder in unseren Alltag gehen!

Andreas Tertel

GG Treffen in Burbach Holzhausen

Was soll das sein? Wer war da? Was machen die da? Gibt es einen neuen Bund? Welche Anliegen werden verfolgt? Fragen über Fragen, die mich im Vorfeld beschäftigten.

Aber die Tatsache, dass GG für „Gemeindegründung“ steht, weckte mein Interesse.

13.10.2017 Freitagmorgen um 10:00 füllt sich ein kleiner Raum im Freizeithaus in Burbach. Es herrscht eine große Freundlichkeit und wir begrüßen uns herzlich. So mit und mit stelle ich durch die verschiedenartigen Dialekte fest, dass fast alle Regionen Deutschlands vertreten sind.

Norden, Süden, Osten und Westen.

Ein Raum voll mit Menschen, die ein Herz für Gemeindegründung haben. Das wird ganz schnell deutlich.

Der offiziellen Begrüßung folgt ein sehr Mut machender Impuls und wir hören verschiedene Berichte von der allgemeinen Gemeindelandschaft in Deutschland. Zwischendurch ist immer wieder Zeit für Gespräche und dann bekommen wir einige Einblicke in spezielle Gemeindegründungsarbeiten. Wir sind sehr betroffen von der Dunkelheit in großen Teilen Deutschlands und somit ist es großartig zu sehen wie eine Familie sich aufmacht und in Ostdeutschland beginnt eine Gemeinde zu bauen. Zudem gab es ermutigende Berichte aus Süddeutschland, Bad Kissingen, aus Koblenz, aus Oberhausen und aus manchen anderen Arbeiten.

Wir nutzten die Berichte, um voneinander zu lernen. Wir bekamen sehr guten Einblick in strategische Gedanken. Wir lernten einiges über den Start einer GG. Wir wurden ermutigt durch Ehrlichkeit. Risiken und Angriffe wurden nicht verschwiegen.

Kurz gesagt: Ein Anliegen, viele verschiedene Diener, unterschiedliche Ansätze, und über allem ein Gott und Vater, der in seiner unendlichen Weisheit seine Gemeinde baut.

Was ist das Ziel: Wir wollen gerne mit Gottes Augen Deutschland sehen und seiner Führung folgen.

Unser Vater im Himmel will seine Gemeinde bauen und wir können und wollen die gegenseitige Hilfe durch Austausch, Ermutigung, Gebet und praktische Dienste fördern. Voneinander und miteinander lernen.

Das war ein sehr guter Start und ich bin Gott sehr dankbar.

Hier noch ein persönliches Beispiel: Ich habe seit einigen Jahren eine befreundete Familie in Krefeld. Mittlerweile haben sich der Mann und die Frau fürs Evangelium geöffnet und lesen in der Bibel.

Durch die örtliche Entfernung zu uns geht es nur sehr langsam voran. Seit ein paar Monaten bete ich für einen Vertikalkurs mit den beiden. Aber meine Zeit hat es bisher nicht zugelassen. Auf dem GG treffen läuft mir Thomas Bühne in die Arme. Nach kurzer Vorstellung erzählt er mir, dass er aus Krefeld kommt und kommende Woche einen Vertikalkurs anbietet. Das hat mich echt erfüllt, weil ich jetzt am Freitag ein Treffen mit meinen Freunden aus Krefeld habe und sie dann einlade möchte.

Beten wir, dass sie der Einladung folgen.

Unser Gott ist einfach großartig und ich freue mich mit euch allen gemeinsam an seiner Gemeinde zu bauen.

 

Wolfgang Seit

So eine gute, konstruktive Atmosphäre habe ich lange nicht erlebt. Ich denke, dass es daher rührt, dass wir eine Vision teilen, dass in Deutschland neue Gemeinden entstehen. Dieses Anliegen verbindet offensichtlich auf eine ganz besondere Weise. Ich war auch sehr froh über diese Tage der Erquickung der der Gemeinschaft und des Austausches und hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung in 2018 gibt.

Herzliche Grüße

Wolfgang